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Ausgezeichnet
16-Jährige gewinnt Latein-Preis

Viersen. Die 16-jährige Gymnasiastin Jennifer Busch nahm jetzt erfolgreich am Landeswettbewerb Alte Sprachen Certamen Carolinum 2015 teil. Wenn man in den Briefen des lateinischen Philosophen Seneca liest, könnte man zu dem Eindruck kommen, dass Sport dumm macht. Seneca rät dazu, mehr den Geist als den Körper zu trainieren. Fitnessübungen und Ausdauersport passen in das Leben eines Magenkranken. Und wenn der Fußballer Andreas Möller egal ob nach "Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien" will, dann scheinen sich die Überlegungen Senecas zu bestätigen.

Der Latein- Leistungskurs-Schülerin Jennifer Busch ließ das keine Ruhe. Nach gründlicher Analyse des lateinischen Originaltextes beschäftigte sie sich mit wissenschaftlichen Aussagen zum Zusammenhang von sportlicher Betätigung und geistiger Leistungsfähigkeit - und erfreut stellte sie fest, dass man sich durch Sport in mentaler Hinsicht sogar steigern kann.

Zu Beginn des Wettbewerbs hatte Jennifer Busch sich - angeregt von Ovids "Metamorphosen" - mit der Frage beschäftigt, ob man vegetarisch leben sollte. Viele Schilderungen und schockierende Bilder aus modernen Schlachthöfen bestätigten die Meinung des griechischen Philosophen Pythagoras.

Die 16-Jährige hat sich innerhalb der Ausscheidungen für den Wettbewerb durchgesetzt und wurde nach erfolgreicher Facharbeit und Klausur zur Endrunde nach Aachen eingeladen. Zwei Tage wurde sie mit sieben Mitstreitern, die auch ihre Freunde wurden, geprüft. Außerdem musste sie einen 15- minütigen Vortrag halten.

Doch die Anstrengungen haben sich gelohnt: In der Aula Carolina des Kaiser- Karl-Gymnasiums in Aachen konnte die Albertus-Magnus-Gymnasiastin den Preis der Stadt Aachen für ihre besonderen Leistungen im Rahmen des Certamen Carolinum 2015 entgegennehmen.

Quelle: RP
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