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Freiwillige Feuerwehr
31 Jugendliche und Erwachsene beenden Ausbildung

Freiwillige Feuerwehr: 31 Jugendliche und Erwachsene beenden Ausbildung
Die Teilnehmer sind glücklich: Sie haben die Truppmann-1-Ausbildung bestanden. FOTO: Norbert Prümen
Viersen. Die Schwalmtalerin Jessica Schmitz ist erst 17, aber schon bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Sie hatte immer schon Interesse an der Tätigkeit der Ehrenamtler und möchte den Bürgern durch ihr Engagement helfen. Noch ist sie Schülerin, doch sie bringt gerne die Zeit für die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr auf. Wer der Feuerwehr beitritt, macht dies nicht aus einer Laune heraus. Denn als Freiwilliger Feuerwehrmann - oder Feuerwehrfrau - heißt es erst einmal ganz viel lernen. Die Truppmann-1-Ausbildung haben nun 31 Jugendliche und Erwachsene im Alter von 17 bis 41 Jahren aus Schwalmtal, Niederkrüchten und Brüggen abgeschlossen.

Was ist ein Schlauch? Was ist ein Strahlrohr? Welche Unterschiede gibt es bei den Strahlrohren und wofür benutzt man diese? Insgesamt 40 Fragen beantworteten die angehenden Feuerwehrleute beim theoretischen Test in der Feuerwehrwache in Elmpt. Die praktische Übung bestand aus der Aufgabe, Wasser von einem Hydranten zu holen und über drei C-Rohre abzugeben.

In den ehemaligen Javelin Barracks in Elmpt musste außerdem Wasser aus dem offenen Gelände mit Saugschläuchen entnommen werden und über ein B-Strahlrohr abgegeben werden. Der Erste-Hilfe-Grundlehrgang mit acht Doppelstunden gehörte ebenfalls zur Ausbildung und berechtigt auch zum Erwerb des Führerscheins.

"Sobald ich zwölf Jahre alt war, bin ich in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten", erinnert sich Jessica Schmitz. "Nach der Schule die Zeit für die Feuerwehr aufzubringen, ist auf jeden Fall machbar." Der Brüggener Timo Meertz (19) kam durch seinen Opa, der der Süchtelner Feuerwehr angehörte, zur Freiwilligen Feuerwehr. "Klar war ich auch neugierig", sagt er. "Aber ich will etwas für die Leute in der Gemeinde tun. Nach den Übungsstunden sitzen wir noch eine Zeit zusammen und das ist besser, als zuhause Playstation zu spielen." Timo Meertz würde auch gerne bei der Berufsfeuerwehr arbeiten. Auch der Niederkrüchtener Lars Kramp (17) mag die Kameradschaft in der Truppe und lobt die Ausbilder und das ganze Team. "Man lernt viel und kann sich immer weiterbilden", sagt er.

Die Ausbilder aller drei Wehren sind mit dem Nachwuchs sehr zufrieden. "Die Nervosität war bei den Prüflingen kurz vor dem Test weg und alle haben gut mitgezogen", sagt der Brüggener Ausbilder Jürgen Elsner. "Wenn sie so weitermachen, dann freuen wir uns darauf, den T2-Lehrgang nächstes Jahr mit ihnen zu machen. Die Feuerwehrleute dürfen heute bis zum Alter von 67 Jahren tätig bleiben. Man kann auch noch mit 50 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr beginnen, wenn man fit genug dafür ist." Die Grundausbildung dauert zwei Jahre. Atemschutztauglichkeit wird vorausgesetzt. bigi

Quelle: RP
 
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