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Hinsbeck
Ein besonderer Golfkursus auf Haus Bey

Viersen. Khaled Badawi schwingt den Schläger weit nach hinten, wieder nach vorne und trifft den Golfball. Dieser fliegt und fliegt. Der 16-Jährige hat vor einigen Jahren in Damaskus schonmal Golf gespielt. Er und 13 andere Flüchtlinge aus dem Kreis Lippe verbringen zusammen mit fünf deutschen Jugendlichen und ihren Betreuern eine Woche im Sport- und Erlebnisdorf Hinsbeck. "Es handelt sich um ein Bildungscamp im Sport, ausgerichtet vom Kreissportbund Lippe", sagt Holger Vetter, ehrenamtlicher Betreuer vom Landessportbund NRW. Einen Nachmittag verbringen die Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren auf dem Golfplatz Haus Bey . Hier machen sie einen Schnupperkurs und lernen von den Profis die Basics des Golfsports kennen.

Isabel Otto-Duck versuchte die kurzfristige Anfrage mit allen Mitteln möglich zu machen: "Jetzt ist Hochsaison, die Trainer haben viel zu tun." Die Geschäftsführerin freut sich, dass sie die drei Pros (Professionals) Christiane Stenger, Glenn Pease und Andrew Duck vom Haus Bey für die Aktion gewinnen konnte. Die jugendlichen Flüchtlinge leben in Gastfamilien im Kreis Lippe. Alle sind ohne Eltern nach Deutschland gereist, einige haben Geschwister dabei. Die meisten von ihnen sind seit ungefähr einem Jahr in Deutschland, sprechen gut deutsch. Zeehan ist 17 Jahre alt und kennt Golf spielen nicht, aber: "Ich kenne Cricket, das ist ähnlich", sagt der Jugendliche, der aus Pakistan. Glenn Pease zeigt seiner Gruppe, worauf es beim "Chipping" ankommt: "Ein ruhiger Schwung, der Ball sollte auf dem Grün landen." Die Jungs haben viel Energie und so müssen sie sich von Driving Range, wo es auf weite Abschläge ankam, erstmal umstellen. Die Trainer zeigen den Jungs wie sie den Schläger am besten halten, wie ihre Finger sein müssen und nebenbei erklären sie die Regeln des Golfsports.

Der Spaß steht an diesem Nachmittag aber ganz oben. "Golf ist wie Tanzen, da gehört Rhythmus zu", sagt Andrew Duck und umtänzelt Khaled, während nicht nur dieser lacht, auch die anderen probieren es mit mit "dieser Technik".

Die Kosten für den Schnupperkurs hat das Haus Bey übernommen. Holger Vetter hofft, dass die Teilnehmer in der Woche so viele Sportarten wie möglich ausprobieren und dann einem Verein beitreten. "So ein Camp könnte auch ein Modell für andere sein", sagt er. Jannetta Janßen

Quelle: RP
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