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Op In Lvr-Klinik
Europa-Premiere für Titan-Prothese

Viersen. Ein halbes Jahr Vorbereitung, akribische Berechnungen und Überlegungen, technisch genaue Abwägungen: In der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen erhielt Ralf Wieland jetzt eine Knie-Spezialprothese, die in den USA hergestellt wurde und so erstmals in Europa zum Einsatz kam.

Dankbar und glücklich - mit diesen Gefühlen wurde Wieland jetzt entlassen. "Ich bin froh, dass mir so gut geholfen wurde", sagt der 58-Jährige. Und er ist auch etwas Besonderes, denn seine neue Titan-Prothese wurde eigens in den USA hergestellt. Die Operation dauerte gut acht Stunden. Die Herausforderung: Die Prothese in den papierdünnen Restkonchen zu verankern. Die OP war ein voller Erfolg, wie Oberarzt Jochen Neßler, stellvertretender Ärztlicher Direktor, erklärt: "Die Alternative wäre eine komplette Versteifung des Gelenks oder gar eine Amputation gewesen." Das konnten die moderne Technik und das Teams um Dietmar Pierre König, Ärztlicher Direktor der LVR-Klinik für Orthopädie, verhindern. 2004 musste Ralf Wieland wegen eines Tumors der untere Oberschenkel entfernt werden. Er erhielt eine Tumor-Prothese. Behandelt wurde er von Dietmar Pierre König, damals in der Uniklinik Köln. Doch der Kontakt riss nie ab, zur Nachsorge kam Wieland nach Süchteln. Da sich die alte Prothese gelockert hatte, brauchte er eine neue. Dafür arbeiten König und Neßler eng mit Ingenieuren zusammen, nutzten computertomographische Bilder und so wurde die neue Prothese passgenau hergestellt. "Natürlich war das auch für uns spannend. Wir sind froh, dass wir Herrn Wieland helfen konnten", sagt König. Ralf Wieland beginnt nun eine Reha.

Quelle: RP
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