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Viersen
Ritterschlag für Bundesmeister Hans-Willi Pergens

Europaschützenfest in Peine: Ritterschlag für Hans-Willi Pergens
Ritterschlag für Hans-Willi Pergens, Bundesmeister des Bezirksverbandes Viersen-Mitte, Präsident der St. Hubertus-Bruderschaft Oberbeberich. FOTO: bsen
Viersen. Die Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa hat ein neues Mitglied: Sie schlug Hans-Willi Pergens, Bundesmeister des Bezirksverbandes Viersen-Mitte und Präsident der St. Hubertus-Bruderschaft Viersen-Oberbeberich, zum Ritter. Beim Investiturgottesdienst im Rahmen des Europaschützenfestes in Peine nahm sie ihn in die länderübergreifende Gemeinschaft auf. Den Ritterschlag empfing der 41-jährige vom Ordens-Großmeister Karl von Habsburg im Beisein zahlreicher hochrangiger Schützenvertreter.

Er ist nun nach Wolfgang Genenger, stellvertretender Bundesschützenmeister, der zweite Ritter in der Stadt Viersen. Die Ernennung zum Ritter erfolgte auf Vorschlag des Präsidiums der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Die Initiative dazu ergriff der stellvertretende Aachener Diözesanbundesmeister, Schwalmtaler Bezirks-Bundesmeister und Ritter Franz Rosenberger. Er verfolgte die bruderschaftliche Entwicklung von Pergens seit über 20 Jahren. Pergens trägt seit 1992 Verantwortung bei den Schützen. Er leitete die Schützenjugend seiner Bruderschaft sowie des Bezirksverbandes Viersen-Mitte.

Aktiv war er im Diözesanverband des BdSJ Aachen und führte auch den BDKJ der Stadt Viersen. 2005 wurde er stellvertretender Bundesmeister und 2007 stellvertretender Präsident seines Heimatvereins. Seit fünf Jahren ist er erster Repräsentant der rund 1500 Viersener Schützenschwestern und -brüder. Seit 2011 führt er als Präsident die Oberbebericher Schützen. In der priesterlosen Zeit von 2011 bis 2014 übernahm der verheiratete Vater zweier Kinder bei den Viersener Schützen auch kommissarisch die Präses-Aufgaben.

Der neue Ritter ist über Viersen hinaus bekannt für seinen Einsatz um Glaube, Sitte und Heimat. Vor allem ist ihm die lebendige Bindung der Bruderschaften zu Glaube und Kirche wichtig. Für die Aachener Schützen war er sogar Pate bei der öffentlichkeitswirksamen Initiative "Ich glaube, ich bin dabei". Glaubensthemen aber auch gesellschaftliche Aspekte greift Hans-Willi Pergens bei diversen Anlässen immer wieder auf. Aktionen des Oberbebericher Liturgiekreises, dessen Gründungsmitglied er ist, aber auch seine Impulse bei sonstigen Ansprachen und Grußworten, kommen an und stoßen selbst bei Nicht-Schützen auf Gehör. "Glauben kann man nicht aufzwingen, Glaube ist vielmehr Angebot als Verpflichtung", sagt er.

Hans-Willi Pergens ist Wirtschaftsförderer bei der der Stadt Neukirchen-Vluyn. Auf seine Bruderschafts-Erfahrung greifen Jung- wie Altschützen oft zurück. Seine Führungsaufgaben im Verein und Verband versteht er dabei stets als Teil eines Ganzen: "Die One-Man-Show eines Einzelnen ist längst vorbei. Ehrenamt lässt sich heute nur im Team bewältigen."

Der überzeugte Christdemokrat fasst die Ernennung zum Ritter nicht als Auszeichnung auf, sondern vielmehr als Verpflichtung, gemeinsam mit seinen vielen Wegbegleitern auch weiterhin für die Interessen der Schützenbruderschaften einzustehen. PAUL OFFERMANNS

Quelle: RP
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