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Altstadt-Management
Freies WLan für Dülkens Stadtkern soll wachsen

Viersen. Gastronomen rund um den Alten Markt, Hühnermarkt und die Börsenstraße haben sich auf Initiative des Altstadt-Managements im Dülken-Büro zusammengeschlossen, um ihren Gästen ein einheitliches WLan-Netz anzubieten. Acht Gastronomen sind bereits dabei, großes Interesse zeigen auch Ruth Dammer vom Nida-Team und Andrea Stollenwerk vom Friseursalon Andrea, beide an der Lange Straße ansässig.

Gäste können das von den Restaurants angebotene Netz mit Smartphone und Tablet gratis nutzen - und da die Cafés rund um den Alten Markt liegen, "können die Gäste auch draußen ins Internet gehen", so Birte Roetzmeier vom Altstadtmanagement.

Sie hat sich mit Lars Bühler von der Freifunk-Community Viersen in Verbindung gesetzt, der entsprechende Router anbietet. Bei deren Beschaffung ist das Dülkener Haus Mewes und Kronen behilflich. Weitere Gastronomen, Händler, aber auch Privatpersonen sind eingeladen, sich an der Initiative zu beteiligen. Es entstehen einmalig Kosten für die Anschaffung des Routers in Höhe von 25 bis 50 Euro je nach Modell. Jeder in Dülken wird so gebeten, einen Teil seiner Bandbreite für das Freifunk-Netz frei zu geben, damit sich vor allem die Besucher und Touristen in Dülkens Stadtkern wohl fühlen. "Ich sehe immer wieder, dass meine Kundinnen nicht wissen, was sie mit ihren freien Händen machen sollen", berichtet Andrea Stollenwerk. Da biete sich ein freier Internet-Zugang doch an. "Und bei der bevorstehenden Fußball-EM könnte sich ein Public Viewing auf dem Alten Markt entwickeln", meint Andreas Goßen vom Dülken-Büro. Wenn bei hoffentlich schönem Wetter viele Menschen auf dem Alten Markt stehen, ihr Smartphone mit den Bildern aus Paris in der Hand und die Ergebnisse diskutieren. Dieses freie WLan in Dülken - gleich zu erkennen an einem Aufkleber im Schaufenster - ist das einzige entsprechende Angebot in ganz Viersen. Interessenten können sich im Dülken-Büro, Lange Straße 32, melden.

Hintergrund: Der Freifunk-Verein tritt - wie Telekom oder Vodafone - als Internet-Provider auf und ist deshalb von der so genannten Störerhaftung befreit. Sie sieht vor, dass derjenige haftet, der den Internetanschluss bereitstellt. Der Bundestag hat die Störerhaftung in dieser Woche aufgehoben. "Die Änderung des Telemediengesetzes ist ein überfälliger Schritt, der sich auch in der Gastronomie unserer Innenstädte auswirken wird", sagt der Viersener Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer (CDU). flo

Quelle: RP
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