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Senioren-Karneval
Große Bützerei im Marienheim

Viersen. Ein Höhepunkt im "Karneval des Marienheims" war der Auftritt der Männer-Tanzgarde Blau-Weiß der Fidelen Heide Lobberich. Nach ihrem Auftritt wollte sich Schwester Oberin Agnes verdrücken. Doch das verhinderte der Kommandant Willibald Antwerpen. Er holte sie mit Marienheim-Geschäftsführer Stefan Jochems zur Ordensüberreichung auf die Bühne. "Dazu gehört auch das Bützchen", erklärte Antwerpen. Schlagfertig darauf Schwester Oberin: "Das erwarte ich auch so".

Nach Antwerpen stellten sich alle zwölf Mitglieder der Tanzgarde der Reihe nach zum Bützen auf, was sie vergnügt mitmachte. Doch die Reihe nahm kein Ende, da sich alle schon gebützten Gardisten wieder hinten anstellten. Schwester Agnes fiel das erst auf, als sie zum zweiten Mal vor dem Koch stand - den gibt es aber nur einmal. Wie immer sorgte Roland Zetzen im voll besetzten Festsaal des Hauses für die passende Musik. Ex-Karnevalsprinzessin Anne Koch - sie ist Mitarbeiterin des Marienheims - führte Geschäftsführer Stefan Jochems in den Karneval ein.

Der Brauch war ihm nämlich noch etwas fremd. Die betagten Herrschaften hatten großen Spaß an den "Minimäusen", eine Kindertanzgarde aus Lobberich. Auch das Nettetaler Stadtprinzenpaar Stephan II. und Bianca I. (Klaßes) war angereist. Ein Höhepunkt war der Auftritt von sechs Bewohnerinnen des Hauses (und drei Betreuerinnen) als "Engelchen" mit ihrem "Chef Petrus" (Willi Adams). Auf Fragen von Petrus antworteten sie mit Schunkelliedern. Monatelang hatten sie den Auftritt - zum Teil in Rollstühlen - geprobt, und bereits das bereitete ihnen großen Spaß.

Spontan ging der fast 84-jährige Richard Klaes "in die Bütt" und trug einige Witze vor. Er steht dem Karneval nahe, denn "ich bin ein Rosenmontagskind", betonte er. Roland Zetzen sorgte dafür, dass auch alle Hilfskräfte und Ehrenamtler ihren karnevalistischen Bühnenauftritt hatten. Unter sie mischten sich auch die beiden Ordensschwestern. Den Abschluss bildete die Männer-Tanzgruppe der Fidelen Heide. "Im vergangenen Jahr hob sich das Podest beim Tanz der gewichtigen Männer", verriet eine Betreuerin.

Ohne Zugabe kamen die Tänzer nicht von der Bühne. Sie überreichten der ältesten Bewohnerin, der 101-jährigen Josefine Steidle, den Orden der Tanzgarde - natürlich mit Bützchen. (heko)

Quelle: RP
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