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Sicher Im Einsatz
HLF20 mit Segen auf Viersens Straßen

Viersen. Der Wunsch der allzeit guten Fahrt von Pfarrer Helmut Finzel hat für das knallrote, rund sieben Meter lange, 2,40 Meter breite und 3,40 Meter hohe Fahrzeug eine besonderes Bedeutung. Wenn das HLF20 auf die Viersener Straßen einbiegt, dann geht es in der Regel um die Rettung von Menschenleben. Doch bis zur ersten Fahrt dauert es noch ein bisschen, auch wenn das neue Hilfeleistungsfahrzeug schon seit dem 10. Dezember zum Fuhrpark der Feuerwehr-Hauptwache Viersen gehört. Erst Mitte Januar wird das Fahrzeug in den Einsatz gehen.

"Zunächst müssen alle Kollegen eingewiesen werden und es muss noch seine Beschriftung erhalten", informierte Frank Kersbaum, Leiter der Viersener Hauptwache, bei der feierlichen Einsegnung. Diese stellte für die Hauptwache eine Premiere da. Das HLF20 ist das erste Fahrzeug bei der hauptamtlichen Feuerwehr, das eingesegnet wurde. Was bei den Löschzügen der freiwilligen Feuerwehr eine feste Tradition ist, nämlich das Einsegnen neuer Fahrzeuge, wurde nun erstmals auf Wunsch der hauptamtlichen Feuerwehrleute auch dort eingeführt. Das HLF20 löst dabei das alte LF24 ab, das nunmehr elf Jahre alt ist. Der Vorgänger bleibt der Feuerwehr aber erhalten. Es wird noch weitere Jahre als Reservefahrzeug sowie für die Aus- und Fortbildung im Einsatz bleiben. Das bisherige Reserve- und Ausbildungsfahrzeug dagegen verabschiedet sich mit seinen 19 Jahren nun endgültig. Die Anschaffung des HLF20 ist ein Bestandteil des Fahrzeugkonzeptes der Stadt Viersen. Sie dient dazu, den teilweise schon älteren Fuhrpark der Feuerwehr Viersen wieder auf den allgemeinen technischen Standard zu bringen. Zwölf Monte haben die Feuerwehrleute auf ihr neues Einsatzfahrzeug gewartet, das Giengen in der Nähe von Augsburg nach den Wünschen der Viersener Wehr gebaut wurde. An Bord führt es 2000 Liter Wasser und 120 Liter Schaum mit sich. Wobei eine Pumpentechnik der neuesten Generation, eine sogenannte FPN10-2000, für die Verteilung beim Einsatz sorgt. Die gesamte Beleuchtung erfolgt mit LED-Technik, ein permanent Allradgetriebe sowie ein Automatikgetriebe sind gegeben. Die Euro Sechs Norm ist selbstverständlich. Es gibt einen integrierten platzsparenden Stromgenerator und eine hydraulische Zugeinrichtung. "Der ganze Wagen ist mit neuster Technik vollgepackt", berichtet Kersbaum. Diese reicht von modernster Schere- und Spreizertechnik bis hin zum Motortrennschleifer, der wie eine gewöhnliche Flex arbeitet, allerdings ohne eine Stromversorgung zu benötigen: Leitplanken, Gitterstäbe, Stahltüren und -träger können mit dem Benziner getrennt und geschnitten werden. Eine Innovation ist auch die Verkehrsabsicherungshaspel. (tre)

Quelle: RP
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