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Hinsbeck
"Jüüte" erfahren mehr über die Altäre in der Kirche St. Peter

Viersen. Seit einigen Jahren bietet Peter Lennackers beim Mundartkreis "Hänsbäcker Jüüte vertälle" Führungen zur Ausstattung der Hinsbecker Pfarrkirche St. Peter an. Nun stellte er die Altäre und Statuen vor. Im ersten Teil ging er auf die Geschichte und die Darstellungen auf den früher sieben, heute noch fünf Altären der Kirche ein. Insbesondere der Blick auf die Reste des früheren Marienaltars hinter der heutigen Orgel und die Details des Hauptaltars wie die Darstellungen auf der Front und die Beschriftungen an den Seiten waren für die Besucher neu.

Im zweiten Teil ging er auf die zahlreichen alten Statuen ein, die teilweise schon in der alten, 1868 abgebrochenen Kirche standen und überwiegend aus dem 18. Jahrhundert stammen. Eines der ältesten Objekte ist das in der Kirchenmitte hängende Triumphkreuz. Es stammt aus der Werkstatt des "Meisters von Elsloh" und wurde um 1650 erstellt. Vor einigen Jahren wurde es von Experten der Universität Brüssel untersucht und für aus dieser Werkstatt stammend beurteilt.

Das älteste Teil ist das 1441 hergestellte Taufbecken, das nach der Inschrift im Sockel von einem "Meister Jan" gegossen wurde. Der Leiter des Mundartkreises, Heinz Koch, konnte ergänzen, dass man vor kurzem herausgefunden habe, dass es sich bei dem Gießer um Jan de Smet handelt, der sich später auch Jan von Venlo nannte. Auch die alte Hinsbecker Glocke von 1514 wurde in dieser Werkstatt hergestellt. Er kündigte an, dass dazu in der Festschrift zum 150-jährigen Bestehen der Kirche im kommenden Jahr weitere Details veröffentlicht würden.

Herzlicher Applaus dankte dem Referenten Peter Lennackers nach der anderthalbstündigen Führung für einen interessanten und informativen Abend.

Quelle: RP
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