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St. Remigius
Pfadfinder sanieren ihr eigenes Haus

Viersen. Die Türrahmen zur außenliegenden Fluchttreppe sind alle mit Brettern vernagelt. Im ersten Stock schaut man auf eine altertümliche Decke und mehrere Räume haben noch gänzlich nackte Wände. Der Pfadfinderstamm St. Remigius saniert seit 2009 mit rund 50 Helfern sein neues Heim und legt dabei Wert auf eine energetische und umweltfreundliche Bauweise. Dafür ist er nun vom Diözesanverband Aachen ausgezeichnet worden. Jetzt fand die Übergabe des Zertifikats statt. Der St.-Remigius-Pfadfinderstamm existiert seit 1948 und besteht aktuell aus etwa 200 Mitgliedern.

Das Projekt startete 2009 mit dem Kauf der ehemaligen Volksschule Rintgen aus dem 19. Jahrhundert an der Hohlstraße 44 in Viersen. "Wir mussten viel Zeit und Geld investieren", sagt Julia Leuschen, Vorsitzende des Fördervereins und jahrelanges Mitglied des Stamms. Denn bis heute wurden bereits 180.000 Euro in das Haus investiert. Doch das reicht bei weitem noch nicht. "Wir benötigen mindestens 500.000 Euro, um dieses Baustellengefühl loszuwerden", verdeutlichtdie 33-Jährige. Somit sind sie auf weitere Spenden angewiesen. Um alle Vorgaben des Brandschutzes zu erfüllen, sind die Kosten schnell in die Höhe geklettert. "Dass dabei so hohe Kosten entstehen, war uns vor dem Kauf nicht bewusst", sagtLeuschen. Aktuell wird das Dachgeschoss ausgebaut und die Decke im Obergeschoss erneuert.

Neben dem Handwerklichen geht es auch um das Erzieherische: "Wir bringen den Kindern soziales Engagement bei, was sich auch positiv auf den Lebenslauf auswirkt", betontLeuschen und ergänzt: "Zudem wollen wir den nachfolgenden Generationen ein schönes Heim hinterlassen." Trotz mancher finanzieller Rückschläge lassen sich die Pfadfinder aber nicht entmutigen: " Alles geben und für einander da sein - das ist das, was uns ausmacht", sagtLeuschen. David Költgen

Quelle: RP
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