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Arbeitskreis
Rollstuhlfahrer testen Bahnhofstoilette

Viersen. Vertreter des Viersener Arbeitskreises Behindertenfragen haben den Bahnhof und die neue Toilette in Alt-Viersen besichtigt. Behinderten-Sprecher Heinz-Jürgen Antwerpes begrüßte den Bahnhofseigentümer Horst Dannreuther, Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) und die Technische Beigeordnete der Stadt Viersen, Beatrice Kamper.

Die rund 75.000 Euro teure Toilettenanlage wurde von der Stadt bezahlt und wird nun vom Eigentümer unterhalten. Das WC selbst besteht überwiegend aus Edelstahl. Es kann von Menschen im Rollstuhl von beiden Seiten angefahren werden. Sowohl die Spülung als auch der Notruf lassen sich unter anderem über Druckknöpfe in den klappbaren Griffen der Toilette bedienen. Zwei Papierrollenhalter und eine feuerfeste Abfallbox gehören ebenso zur Ausstattung wie ein auch für sitzende Personen erreichbarer Mantelhaken. Das Waschbecken sowie der automatische Seifenspender und der Handtrockner werden über Sensoren bedient. Behinderten-Sprecher Antwerpes zeigte sich zufrieden mit der Anlage. Sie sei groß genug, um sie mit Elektrorollstühlen zu befahren und sinnvoll ausgestattet und nutzbar.

Die Zwischentüren zum Bahnhofstunnel stünden derzeit wegen häufiger Defekte der Schließautomatik dauerhaft offen. Bis zum Winter soll eine zuverlässige Lösung gefunden werden. Beabsichtigt sei, wieder eine weit öffnende Glasschiebetür zu installieren.

Ein weiteres Thema war das von der Stadt geplante Leitsystem für Sehbehinderte und Blinde im Bahnhofsgebäude. Diese mit 5000 Euro veranschlagte Maßnahme wird nun ausgeführt, nachdem Dannreuther als neuer Alleineigentümer keine Bedenken gegen den Einbau der taktilen Leitstreifen hat. Der genaue Termin steht noch nicht fest. RP

Quelle: RP
 
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