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Ein Großes Fest
Seit 65 Jahren Seite an Seite

Viersen. Auf 65 Ehejahre blicken die Eheleute Josef (91) und Maria Jacobs (89), End 48 in Schwalmtal, zurück. Die Eiserne Hochzeit feiern sie am Samstag, 23. Januar, um 17 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Kirche Amern St. Anton, anschließend feiern sie bei Familie Beckers, Vogelsrath 78, in einem großen Kreis. Glückwünsche nehmen die Eheleute zwischen 18 und 19 Uhr entgegen.

Josef Jacobs lernte die Breyellerin Maria Steffens vor 70 Jahren kennen. Sie freiten fünf Jahre und feierten dann drei Tage Hochzeit in Breyell, wovon sie heute noch schwärmen. Mit einer Kutsche fuhren sie zum Traualtar der St. Lambertus-Kirche in Breyell, Reiter des Reitervereins Amern begleiteten sie. Acht Kinder gingen aus der Ehe hervor. Die Familie wuchs um Schwieger-kinder, 24 Enkel und neun Urenkel.

Landwirt Josef Jacobs bewirtschaftete den elterlichen Hof und lebte für das Ehrenamt, das viel Zeit und Schweiß forderte: "Oftmals habe ich mich am Tag dreimal geduscht und viermal umgezogen." Seine Frau sorgte für Haus, Kinder und Hof und hielt ihm bei allen ehrenamtlichen Aktivitäten den Rücken frei. Auch die Kinder wurden früh dazu erzogen, in der Landwirtschaft mit anzupacken. Jacobs, letzter ehrenamtliche Bürgermeister von Schwalmtal, war fünf Jahre Ratsmitglied, 15 Jahre stellvertretender Bürgermeister und 20 Jahre Bürgermeister von Amern und Schwalmtal. Zum Zusammenschluss mit Waldniel kam es 1968, woran er mit Anton Tacken maßgeblichen Anteil hatte. Er war 40 Jahre Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, 25 Jahre Ortslandwirt, stellvertretender Kreislandwirt, Mitglied der Landwirtschaftskammer und in verschiedenen Ausschüssen und beim Deutschen Bauernverband, Vorsitzender im Schwalmverband und 20 Jahre Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft Dülken. Bei der St.-Josef-Bruderschaft Vogelsrath war er von 1949 bis 1982 Generalfeldmarschall zu Pferd. Er gehörte dem Kegelclub "Stiev doer fuer" an, mit der Ehefrau kegelten sie mit acht Pärchen bei Toerschen in Dilkrath. Sein größtes Hobby ist das Treibhaus. Seine Ehefrau gehört den Landfrauen und kfd-Frauen von St. Georg an. Regelmäßig schauen heute die Kinder und ihre Familien vorbei. Der zu Hause wohnende Sohn und die Schwiegertochter kümmern sich rührend um die Eltern. "Wir danken dem Herrgott, dass wir gemeinsam so alt werden durften und wünschen uns, dass wir noch lange zusammen sein dürfen und gesund bleiben", sagten die Eheleute. (off)

Quelle: RP
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