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Ernennung
Viersen ist jetzt offiziell Fairtrade-Stadt

Viersen. Die Stadt Viersen ist gestern als "Fairtrade-Stadt" ausgezeichnet worden. Vergeben wird diese Auszeichnung von Fairtrade Deutschland. Es sind inzwischen mehr als 400 Städte in Deutschland, die auf diese Weise dokumentieren, dass sie den fairen Handel mit Produkten aus Entwicklungsländern unterstützen.

Bürgermeisterin Sabine Anemüller sagte anlässlich der Übergabe der Auszeichnung im Foyer des Stadthauses: "Wir haben etwas geschafft, auf das wir stolz sein dürfen." Darüber freue sie sich als Bürgermeisterin und ganz persönlich.

An einer von Dieter Könnes moderierten Runde nahmen neben Anemüller auch Vertreter von Schule, Kirchengemeinden und Vereinen teil: Rektorin Andrea Thees von der Grundschule Zweitorstraße, Thomas Neef (katholische Pfarrgemeinden), Gastronomiebetrieb "das käffchen", Hans Henning von Bassewitz (evangelische Kirchengemeinden) sowie Paul Mackes (ASV Süchteln). Viele der Menschen, die das ernten oder produzieren, was in unserer Gesellschaft verbraucht wird, täten dies unter unwürdigen Bedingungen: "Nicht selten gefährden sie für unseren Konsum ihre Gesundheit oder setzen sogar ihr Leben aufs Spiel." Da sei es nur fair, also gerecht, wenn die Arbeitnehmerinnen und Bauern einen angemessenen Preis für ihre Waren erhielten. Wer fair gehandelte Produkte kaufe, leiste einen Beitrag dazu, dass Männer, Frauen und Kinder eine Zukunftsperspektive in ihrer Heimat erhalten. "Fairtrade", sagte Anemüller, "steht auch für den Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung." Um Fairtrade-Stadt zu werden, musste Viersen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Nach dem einstimmigen Ratsbeschluss für die Bewerbung wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die die Aktivitäten koordinierte. Einzelhandel, Gastronomie und öffentliche Einrichtung sind beteiligt. Mehr als zwei Dutzend Einzelhändler und Supermärkte in Viersen haben mindestens zwei fair gehandelte Produkte im Sortiment; in zehn Gaststätten gibt's Trade-Fair-Produkte, auch Schulen und Vereine verkaufen sie.

Zahlreiche Menschen seien aufgefordert, an einem Strang zu ziehen. Sonst könne die Kampagne keinen Erfolg haben. Ein besonderes Dankeschön sagte die Bürgermeisterin den Mitgliedern des Forums "Eine Welt Viersen". Ohne deren Engagement, deren Ausdauer und Beharrlichkeit wäre Viersen nicht zur Fairtrade-Stadt geworden.

Viersen, sagte Sabine Anemüller, sei in Bewegung und auf dem richtigen Weg. Fairer Handel lebe vom Mitmachen. Darum sei es eine wichtige Aufgabe, den Menschen bewusst zu machen, dass jeder seinen kleinen Beitrag zu einer besseren Welt leisten kann.

Quelle: RP
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