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St.-Konrad-Schützengilde
Wasserschlacht um die Königsburg

Viersen. Er gehört schon lange bei der St.-Konrad-Schützengilde des Grenzweges dazu wie das Bier zum Fest oder die Erbensuppe, die Spieß Christof Hardt gestern erst einmal für die Truppe gekocht hatte: Gemeint ist der Sturm auf die Königsburg. König Marco Schwoll stärkte sich gleich mit mehreren Portionen Suppe. Es half nichts: Schon nach etwa 40 Minuten musste er sich mit seiner schlagkräftigen Edelweiß-Gruppe geschlagen geben.

Etwa 400 Zuschauer hatten es sich diesseits und jenseits der Niers bequem gemacht: Sie wollten aus nächster Nähe den Schlagabtausch miterleben. Eigentlich war es eine "Mission Impossible", denn den königstreuen 20 Edelweißen standen etwa 110 Schützen aus den anderen Formationen gegenüber, die nur eines im Sinn hatten: den Oberen den Garaus zu machen, sie mit Wasserspritzen und anderen Wurf-Materialien kampfunfähig zu machen.

Die Verteidiger der Burg schlugen sich vor den Attacken der jungen Zaubermäuse und Tellschützen oder der wild angreifenden Schotten von Mc Alt beachtlich. König Marco, im blauen Overall und mit Schutzhelm, versuchte es erst einmal mit einer List: Er, schickte seinen härtesten Kämpfer ins Gefecht, der das Ganze in einem Duell entscheiden sollte.

Sein Kämpfer Nummer eins war eine Kämpferin: die amtierende Taekwondo-Europameisterin der Hochschulen, Julia Ronken. Die 20-Jährige machte dann auch mit Jungschützenkönig Fabian Albrecht (20) und mit dem 15-jährigen Tellschützen Nick Puck kurzen Prozess.

So etwas ließen sich die anderen Gruppen natürlich nicht bieten. Vom Wasser aus griff die Fahnengruppe von Manfred Schrobenhauser an.

Schon bei ihrer Bootsfahrt gingen einige Männer über Bord. Im Begleitschiff (beziehungsweise Schlauchboot) sammelten die "Nierstal-Blumen" Jessica, Monika, Elina, Saskia und Christina die "gefallenen Krieger" ein, brachten sie zwar nicht an den Ruheort "Walhalla", sondern diesmal immer der Niers entlang nach "Walholland."

Die Frauen von Edelweiß und Königshaus verfolgten in einem abgegrenzten Sicherheitskorridor die Scharmützel. Sogar die UN hatte Beobachter an die Niers geschickt. Unter ihren Blauhelmen verbargen sich Schützen der Bruderschaft Viersen Rahser. Gildepräsident Jürgen Latzke kommentierte den Sturm, bei dem es dann zu einer Konterattacke von Edelweiß kam. Mit der Konsequenz, dass sie dabei wohl ihren König in der Burg vergessen hatten. Der wiederum wurde dann vom Mc-Alt-Schützen Simon Zensen überwältigt. Zum Schluss und zur Abkühlung sprangen alle Akteure in die Niers. Man lag sich wieder in den Armen, hatte sich wieder lieb. Der Zusammenhalt der Gruppen und der Gilde ging dann gestern noch mit dem unterhaltsamen Dorfabend weiter.

Noch mehr Ehre hatte es bereits beim Frühschoppen gegeben: Zwei Mitgliedern wurde eine besondere Ehrung zuteil. Hauptfeldwebel Christof Hardt (Brave Jonges) und Oberstleutnant Manfred Schrobenhauser (Fahnengruppe) konnten sich über die feierliche Auszeichnung mit dem Hohen Bruderschaftsorden freuen. schön

Quelle: RP
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