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25 Jahre Anne-Frank-Gesamtschule
"Wir sind wie eine große Familie, die zusammenhält"

Viersen. Festakt, Spiel- und Sport-Fest, Volleyballturnier mit Ehemaligentreff und jetzt ein Schul-Kultur-Fest: Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 ist die Anne-Frank-Gesamtschule in ihr Jubiläumsjahr gestartet. Seit 25 Jahren ist die Gesamtschule Teil der Viersener Schullandschaft. Anfangs gab es Proteste, heute ist die Schulform stark nachgefragt. Jahr für Jahr melden sich mehr Schüler an, als es Plätze gibt. So konnten 92 Schüler für das Schuljahr 2016/2017 nicht aufgenommen werden - obwohl die Schule sechszügig ist und 174 Kinder die fünften Klassen besuchen werden.

Nicht nur die Gesamtschule feiert in Viersen ein Jubiläum. Auch für etliche Lehrer ist dieses Jahr ein Jubiläumsjahr, denn auch sie sind seit einem Vierteljahrhundert an der Schule tätig. "Ich hatte immer mal wieder die Gelegenheit, mich versetzen zu lassen, und das auch näher an meinen Wohnort, aber ich wollte die Anne-Frank-Gesamtschule nie verlassen", berichtet Martina Heinemann. "Es war damals meine zweite Stelle, und ich hatte vom ersten Moment das Gefühl, hier entwickelt sich etwas, und ich möchte dabei sein." Ein Entschluss, den die Biologie- und Sportlehrerin nie bereut hat. Sie fühlt sich wohl an der Schule - auch wegen des großen Zusammenhalts und der Tatsache, dass sich jeder mit eigenen Ideen einbringen könne, erzählt die Nettetalerin. Das ist etwas, was Bernd Greven, der ebenfalls seit 25 Jahren zum Kollegium gehört, bestätigen kann. "Die Schule ist voller Leben. Mit den zwei Standorten ist nicht immer alles einfach, aber wir alle zusammen kriegen das gut hin", sagt Greven. Schmunzelnd erinnern sich die beiden an den ersten Lehrerausflug, ein Kegelabend, an dem damals gerade einmal 15 Lehrer teilnahmen. Heute bilden 110 Lehrer das Kollegium der Gesamtschule. Auch wenn man nicht mehr jeden Schüler mit Namen kenne, wie es einst war - heute sind mehr als 1300 Schüler an der Schule - habe die Schule eine unglaublich gute Atmosphäre, lobt Sebastian Hügel.

Das Motto der Schule, "sich wohl fühlen, etwas leisten, Verantwortung übernehmen", gilt für Lehrer wie für Schüler. "Wir sind wie eine große Familie, die zusammenhält. Man erfährt viel Lob und Motivation, und wenn es einmal ein Problem gibt, dann sind die Lehrer für einen da. Die Zeit hier war für mich eine besondere. Ich möchte auf jeden Fall den Kontakt zur Schule aufrechterhalten. Ein Anknüpfungspunkt für mich ist das Orchester, in dem ich weiter aktiv mitmachen werde", sagt Chantal Wynands. Die 17-Jährige hat gerade ihren Realschulabschluss gemacht und beginnt nun eine Lehre zur Zahnarzthelferin. Fünftklässlerin Kimberly freut sich hingegen auf die vor ihr liegende Schulzeit: "Es ist schön, ich fühle mich hier einfach wohl." Lob gibt es auch von Eltern. "Unsere Kinder bekommen hier eine Chance geboten. Meinen Kindern sind andere Schulabschlüsse in der Grundschule prognostiziert worden, als sie nun bereits erreicht haben oder ansteuern", sagt Beate Singer. Ihr Sohn hat seinen Abschluss gemacht, die Tochter startet im kommenden Schuljahr mit der Oberstufe. Was Singer ebenfalls gut findet, sind die Möglichkeiten für Eltern, sich einzubringen. Sie selbst gehört zum Schulbibliotheksteam.

"Für uns ist es wichtig, dass unsere Schüler alle die gleichen Chancen erhalten und ihren Weg gehen können, ob nun später über Ausbildung oder Studium", sagt Schulleiter Martin Landman. Jeder Schüler wird durch die vielfältigen schulischen Angebote gefördert und gefordert.

Der Leitgedanke der Chancengleichheit bestimmt das Schulleben seit 25 Jahren, und das soll auch so bleiben. Gisa Masbaum sagt: "Jeder Schüler erhält seine Chance zum Wachsen." BIANCA TREFFER

Quelle: RP
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