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Kreis Viersen
"Starke Kids Netzwerk": Ein Handicap ist kein Hindernis

Kreis Viersen. Vereine aus dem Kreis freuten sich über die Gewinne beim AOK-Wettbewerb.

"Jeder, der sich für das Thema Gesundheitsförderung bei Kindern einsetzt, hätte einen Preis verdient", mit diesen Worten machte Marion Schröder, stellvertretende Regionaldirektorin der AOK MG und der Kreise Heinsberg/Viersen, deutlich, wie schwer es auch diesmal der achtköpfigen Jury des Netzwerks "Starke Kids " gefallen war, die Sieger zu ermitteln. 13 Projekte hatten sich beim nunmehr fünften Wettbewerb der AOK Rheinland/Hamburg angemeldet.

Drei Platzierungen waren vorgesehen, wobei die Jury den dritten Preis teilte. Statt einmal 1000 Euro gab es so je 500 Euro für den Sportverein Schwarz-Weiß 1926 Elmpt und die Viersener Anne-Frank-Gesamtschule. Die 15 Sechstklässler hatten im Wahlpflichtfach Hauswirtschaft unter dem Stichwort "Gesunde Ernährung" die Ernährungspyramide unter die Lupe genommen und das Thema auf den Einsatz in Kindergärten vorbereitet. "Wir sind dann in die Kitas gegangen und haben den Kindern erklärt, wovon man viel essen sollte wie Obst und Gemüse und was nicht so gut ist", berichtet die zwölfjährige Johanna, die sich mit ihren Mitstreitern über den Gewinn freute, der in das vorgesehene Projekt fließen wird.

Um die Bewegung ging es beim Elmpter Sportverein. "Wir bieten für Vorschulkinder ein vielfältiges Bewegungstraining an, das je nach Wunsch in den Kitas bzw. in unseren vereineigenen Räumen stattfindet", erzählte Turn-Abteilungsleiterin Dagmar Liebig. Das seit 20 Jahren bestehende Angebot hat dabei schon viele Kinder zum Sportverein geführt. Über den zweiten Platz und damit 2000 Euro freuten sich Astrid Krol, Leiterin des Amerner Jugendzentrums "Chilly", und Heinz Dömges vom Förderverein des Zentrums. Seit mehreren Jahren bietet das "Chilly" ein Schülercafé an, in dem jeden Tag kostenfreier Salat und einmal in der Woche, ebenfalls kostenfrei, ein warmes Essen für Schüler angeboten werden. Zudem gibt es Frontcooking-Events. "Mit dem Gewinn würden wir unter anderem gerne eine Aktion ins Leben rufen, bei der die Kinder die Eltern bekochen", sagte Krol.

Absolut strahlende Gesichter gab es dann beim TV Schiefbahn. Mit ihrem Inklusionsprojekt, das seit zwölf Jahren läuft, sicherten sie sich die 3000 Euro des ersten Platzes. In Schiefbahn sind aktuell 130 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Handicap gemeinsam in gleich elf verschiedenen Sportgruppen aktiv. Die Palette reicht von Turnen über Bogenschießen und Trampolinspringen bis hin zu Fußball und Basketball spielen. "Wir haben viel Spaß zusammen und lernen voneinander. Wenn man Menschen mit Behinderungen im Sport erlebt, bekommt man eine ganz andere Sichtweise", berichteten Lara (14 Jahre) und Emely (13 Jahre), die seit drei Jahren mitmachen.

Ideengeber für den Inklusionssport waren Petra und Stephan Adomeitis, die im TV Schiefbahn den benötigten Kooperationspartner fanden. "Mit dem Geld können wir Sportrollstühle fürs Basketballspielen anschaffen. Die jetzigen wurden schon so oft repariert, dass es nicht mehr geht", freute sich Geschäftsführerin Ulrike Bamberg.

(tre)
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