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Viersen
Straße gesperrt: Sprengstoffexperteuntersucht Flasche

Viersen. Es war eher eine Sache aus der Kategorie "Dummer-Jungen-Streich". Und doch löste eine Alarmmeldung bei der Kempener Polizei gestern Morgen einen größeren Einsatz in Kamperlings aus. Deshalb wurde auch die Oedter Straße für die Dauer von zwei Stunden voll gesperrt.

Wie die Polizei berichtete, hatten Zeugen gegen 8.15 Uhr zwei junge Männer mit ihren Fahrrädern auf dem Radweg zwischen Oedter- und Vorster Straße beobachtet. Sie stellten neben dem Radweg eine Kunststoffflasche ab und zündeten diese an. Die unbekannten Radfahrer fuhren in Richtung Chemnitzer Straße weiter - und ließen die qualmende Flasche auf dem Weg stehen. Eine Passantin bemerkte, dass die PET-Flasche mit einem Pulver gefüllt war, aus dem mit Klebeband fixierten Deckel ragten dünne Drähte heraus.

Die alarmierte Polizei sperrte den Fundort sofort ab und zog Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen aus Düsseldorf hinzu.

"Die Spezialisten konnten aber schnell Entwarnung geben: Der selbstgebastelte ,Böller' enthielt keine brennbaren oder gar explosiven Stoffe. "Die Drähte entpuppten sich als die abgebrannten Reste von Wunderkerzen", erklärte Polizeisprecher Wolfgang Goertz auf Anfrage. Zu keiner Zeit sei von der Flasche eine gefährliche Bedrohung ausgegangen. Das hätten Untersuchungen der herbeigerufenen Spezialisten ergeben, die diese direkt am Fundort gemacht hatten.

Es werde nun aber noch geprüft, um welche chemische Substanz es sich bei dem Pulver handelt, erklärte der Polizeisprecher.

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort.

(rei)
 
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