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Schwalmtal
Streit um Schulausschuss

Schwalmtal. Nach der Äußerung von Johannes Wahlenberg (CDU) im Schulausschuss in Niederkrüchten am Freitagabend teilte Schwalmtals Bürgermeister Reinhold Schulz gestern mit, er habe nicht mit Wahlenberg telefoniert. Von Birgitta Ronge und Wiltrud Wolters

Die Äußerung von Johannes Wahlenberg (CDU) im Niederkrüchtener Schulausschuss am Freitag, er habe kurz vor der Sitzung mit Schwalmtals Bürgermeister Reinhold Schulz telefoniert, hat gestern sowohl in Niederkrüchten als auch in Schwalmtal für Unruhe gesorgt.

Wahlenberg hatte in der Ausschusssitzung berichtet, Schulz habe ihm telefonisch zugesichert, im Zuge einer Zusammenarbeit mit den Schwalmtaler Schulen in Niederkrüchten zwei Züge einer Realschule und einen Zug der Hauptschule zu gewährleisten (die RP berichtete). Niederkrüchtens Bürgermeister Herbert Winzen hatte nach der Sitzung erklärt, er hätte es als einen "Akt der Höflichkeit" empfunden, wenn Schulz ihn ebenso informiert hätte.

"Mit keinem telefoniert"

Schulz zeigte sich gestern überrascht über Wahlenbergs Äußerung. Er habe "am Freitag weder mit Herrn Wahlenberg noch mit irgendeinem anderen Politiker in Niederkrüchten gesprochen oder telefoniert. Insofern gibt es also auch meinerseits keine Zusicherung irgendwelcher Art", so Schulz. Er könne und werde keiner politischen Entscheidung – weder in Niederkrüchten noch in Schwalmtal – vorgreifen, zumal diese gründlich vorbereitet werden müsse und auch die betroffenen Schulen einbezogen werden müssten.

Die Niederkrüchtener CDU teilte in einer Presseerklärung mit: "Es ist klarzustellen, dass lediglich von einem Schwalmtaler Ratsmitglied nochmals versichert worden ist, dass auch Herr Bürgermeister Schulz selbstverständlich zu dieser am Vorabend im Ältestenrat von der Schwalmtaler CDU angesprochenen Konkretisierung stehe."

Nur dies habe Wahlenberg im Schulausschuss berichtet. Niederkrüchtens Bürgermeister Winzen dagegen hat – wie einige andere Zuhörer auch – Wahlenbergs Bericht anders gehört: "Er hat gesagt, er habe kurz vor der Sitzung mit Bürgermeister Schulz telefoniert", sagt Winzen.

Wahlenberg selbst stellte im RP-Gespräch dazu fest: "Meine Aussage ist falsch rüber gekommen. Ich habe nicht mit Bürgermeister Schulz gesprochen, sondern habe ein Telefonat mit einer maßgeblichen Person aus dem Schwalmtaler Gemeinderat geführt."

Die "maßgebliche Person" ist der Schwalmtaler CDU-Fraktionschef Lothar Höckendorf, der bestätigte, er habe mit Wahlenberg telefoniert. "Ich habe gesagt, dass ich mir vorstellen kann, dass man zwei Züge der Realschule in Niederkrüchten lässt und drei in Schwalmtal. Aber ich habe nie etwas zugesichert – das kann ich gar nicht", so Höckendorf.

Bei der Ältestenratssitzung am Donnerstagabend, zu der sich Schwalmtaler und Niederkrüchtener Politiker trafen, habe die Niederkrüchtener CDU "laut und deutlich gesagt, dass sie eine Zusammenarbeit mit Schwalmtal anstrebt". Auch die Schwalmtaler CDU hatte sich im Ältestenrat für eine Kooperation der Gemeinden ausgesprochen. KOMMENTAR

Quelle: RP
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