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Viersen
Süchtelner beklagen verstopfte Straßen

Viersen: Süchtelner beklagen verstopfte Straßen
Im Weberhaus traf sich Bürgermeisterin Sabine Anemüller mit rund 30 Süchtelnern, die mit ihr über Probleme und Missstände in ihrem Stadtteil sprechen wollten. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Viersen. In ihrer Gesprächsreihe "Sabine vor Ort" traf sich Bürgermeisterin Sabine Anemüller diesmal mit Bewohnern des Stadtteils Süchteln. Staus, eine nutzlose Toilette, zu wenig Spielmöglichkeiten — sie brachten einige Kritikpunkte vor. Von Manfred Baum

Unterhaltsam, auskunftsfreudig, offen für Fragen und Wünsche - so präsentierte sich Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) jetzt im Foyer des Weberhauses in Süchteln. Mit ihrer Gesprächsreihe "Sabine vor Ort" tourt sie regelmäßig durch die Stadtteile, um sich zwanglos mit Bürgern auszutauschen. Rund 30 Besucher waren ins Weberhaus gekommen, um Neues zu erfahren, aber auch Altes zu hinterfragen sowie Anregungen zu geben.

Das zentrale Thema des Abends war die Diskussion um den fließenden, ab und an auch um den ruhenden Straßenverkehr. Neben zahlreichen Rentnern kamen Handwerker, Ärzte, Kommunalpolitiker, Hausfrauen, Hundehalter mit ihren Vierbeinern, Mütter mit Kindern sowie ein Gast aus der Domstadt Köln. Dieser sagte den Süchtelnern, dass der Erbenwald auf den Höhen "einmalig in Europa" sei.

Rund zwei Stunden lang saß Anemüller mit den Bürgern im Weberhaus zusammen. Im Gespräch wurde deutlich, dass die Bewohner der Anwohnerstraßen des neuen Baugebietes Butschenweg die verkehrliche Situation dort wohl völlig unterschätzt haben - wenn in ein attraktives Neubaugebiet im Süchtelner Nordosten rund 150 bis 200 Bürger in kurzer Zeit ziehen, gibt es eine andere verkehrliche Situation als dies zuvor der Fall war. "Es wird sich wohl einpendeln", sagte ein Bürger.

Nicht verborgen geblieben sind vielen Süchtelnern die täglichen Staus in der Innenstadt, beispielsweise an den Ampelanlagen an der Hindenburgstraße/Westring oder an der Düsseldorfer Straße/Ostring. Auch auf der Tönisvorster Straße staut sich regelmäßig der Verkehr. Selbst in Süchteln-Vorst fahren nicht selten mal Fahrzeugführer stadtauswärts über den Bürgersteig. Das Ausflugsziel Süchtelner Höhen macht es beispielsweise im Westen des Stadtteils unmöglich, dort eine Umgehungsstraße anzulegen. Vor einigen Wochen machte Fritz Meies (CDU) in einem Gespräch mit der Rheinischen Post noch einmal deutlich, wie oft man sich im politischen Raum mit dem Thema schon beschäftigt habe.

Rotlicht: Die öffentliche WC-Anlage nahe der Kirche St. Clemens ist seit Wochen außer Betrieb. Davon erfuhr Anemüller im Weberhaus. FOTO: Baum

Im weiteren Verlauf des überwiegend sehr sachlichen Gesprächs stellte ein Bürger die Frage, ob wohl vor 15 bis 20 Jahren die Erweiterung des Waldfriedhofes eine richtige Entscheidung gewesen sei. Nicht bekannt war der Bürgermeisterin, dass das öffentliche Toilettenhäuschen hinter der katholischen Kirche St. Clemens seit geraumer Zeit Tag und Nacht "Rotlicht" zeigt. Anders ausgedrückt: Die Anlage ist seit Monaten außer Betrieb. Verbesserte Spielmöglichkeiten für Flüchtlingskinder wurden eingefordert und Eltern machten sich Sorgen um mögliche Schulschließungen. Doch davon könne keine Rede sein, meinte die Bürgermeisterin, die darauf verwies, dass bis Ende 2017 die Entscheidung für den zweiten Standort der Primusschule gefallen sein werde.

Ungleich verteilt seien in den Stadtteilen die Ferienangebote für die Kinder, meinte eine Mutter. Anemüller verdeutlichte, dass nicht alles in allen Stadtteilen vorhanden sein könne. Auch der Öffentliche Personennahverkehr wurde kritisiert. Anemüller verwies auf die Perspektivenplanung für Süchteln, an der derzeit Mitarbeiter der Stadtverwaltung und eines beauftragten Planungsbüros arbeiten. Darin wird auch der Nahverkehr analysiert.

Quelle: RP
 
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