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Niederkrüchten
Supermarkt in Elmpt: Investoren-Angebote bis zum 12. Juli

Niederkrüchten. Am 19. Juli entscheidet der Rat in einer Sondersitzung, wer den Zuschlag für den neuen Vollsortimenter im Heineland in Elmpt erhält. Um den Standort konkurrieren Edeka und Rewe. Der Rat bestätigte nun die Empfehlung des Hauptausschusses, das Grundstück an der Overhetfelder Straße nicht in einem Bieterverfahren, sondern auf Basis einer unabhängigen Wertermittlung zu verkaufen. Richtwert ist der von dem Sachverständigenbüro Dr. Giebelen aus Tönisvorst ermittelte Marktpreis, der als Mindestverkaufspreis zu verstehen ist. Die Investoren, die Edeka und Rewe vertreten, wurden bereits angeschrieben. Sie haben nun bis zum 12. Juli Gelegenheit, ein Angebot auf Basis des Mindestverkaufspreises abzugeben. Am 14. Juli trifft sich der Ältestenrat, dem die Vorsitzenden der sechs Ratsfraktionen angehören, um die eingereichten Angebote zu sondieren. Maßgeblich für die Entscheidung, die der Rat dann am 19. Juli zu treffen hat, sei nicht allein der Verkaufspreis, sagte Bürgermeister Kalle Wassong. Auch Kriterien wie zum Beispiel das Markt-Konzept, die Zahl der Arbeitsplätze oder Umweltfragen spielten eine Rolle.

Die SPD vermisste die Transparenz in diesem Verfahren. Nach wie vor sei zum Beispiel unklar, wo der Vollsortimenter an der Overhetfelder Straße entstehen soll, kritisierte Fraktionschef Wilhelm Mankau: Direkt neben dem DRK-Kindergarten oder in Richtung Talweg? Beigeordneter Klaus Blech wies darauf hin, dass nun zunächst der Käufer und die Konditionen festgelegt würden. Der Kaufvertrag mit konkreten Bedingungen und Vorgaben folge erst zu einem späteren Zeitpunkt. Gleichwohl hielt Theo Coenen (SPD) die Sondersitzung für "vollkommen übereilt". Wassong erwiderte, dass eine zeitnahe Entscheidung gerade nach dem monatelangen Irritationen und Streitigkeiten um den Vollsortimenter sinnvoll und im Interesse der Bürger sei. Gegen die Stimmen der SPD beschloss der Rat mit breiter Mehrheit, das Grundstück im Heineland auf Basis des Marktpreises zu verkaufen und die Entscheidung über den Betreiber am 19. Juli zu treffen.

Die Ratssitzung am 19. Juli wird nicht-öffentlich stattfinden. Das ist bei Grundstücksverkäufen üblich und in der Gemeindeordnung NRW sowie der Geschäftsordnung des Rates festgelegt, teilte die Verwaltung mit. Angesichts der Sensibilität des Themas werde es aber noch am selben Abend eine Information der Öffentlichkeit geben, sagt Wassong.

(jos)
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