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Brüggen
Talk in der Burg Brüggen über Gott und die Welt

Brüggen: Talk in der Burg Brüggen über Gott und die Welt
Moderator Frank Schiffers (v.l.) mit Verena Bill, Wildor Hollmann, Nina Maria da Almeida und Reinhard Gries in der "Sitzecke" im Kultursaal. FOTO: Knappe
Brüggen. Gäste waren Sportmediziner Wildor Hollmann, Sängerin Nina Maria da Almeida, Jazzpianist Reinhard Gries und Regisseurin Verena Bill Von Angela Wilms-Adrians

Es war die zweite Auflage von Franks Sitzecke im Kultursaal der Burg Brüggen, und der Andrang war groß. Darum war Moderator Frank Schiffers zunächst als Platzanweiser gefordert. Wenn die Hilfestellung auch nur eine Randnotiz war, zeigte sie doch, dass Schiffers eine gute Portion Spontaneität und Offenheit ausstrahlt. Damit brachte er auch seine Gäste zum Plaudern über ihren Werdegang, ihre Lebenseinstellung und ihren Bezug zu Brüggen.

Mit 92 Jahren war Wildor Hollmann, promovierter Sportmediziner mit Ehrendoktortiteln und Auszeichnungen, ältester Talk-Gast. Angesprochen auf seine körperliche und mentale Verfassung verriet Hollmann, dass er in seine einst über zehn bis 14 Stunden gehenden Arbeitstage auch Fitness- und Tanzeinheiten eingeplant habe. "Die Zusammenarbeit von Körper und Geist ist Voraussetzung, um gesund und leistungsfähig alt zu werden", betonte er. Als Motor für seine bahnbrechenden Entdeckungen nannte er "reine Neugierde". Hollmann forderte seine Zuhörer mit oft komplexen Gedankengängen heraus. So etwa zur Frage, wie weit das Weiterleben der Elektroden nach dem Tod eines Menschen im theologischen Sinne gedeutet werden könnte. Neben ihm saß Verena Bill, die seit zehn Jahren mit Michael Koenen das Niederrheintheater erfolgreich betreibt. Sie erzählte vom Studium in den Fächern Theater, Film und Fernsehen, vom Schauspielunterricht und ihrer Rolle als Moderatorin einer Live-Fernsehsendung. Zur Schauspielerei sagte sie: "Ich habe das Gefühl, ich muss das machen." In der Arbeit mit jungen Menschen sieht sie die Möglichkeit, etwas von ihrer Begeisterung weitergeben zu können. Für den Schauspielberuf empfahl sie Disziplin, Durchhaltevermögen und Leidenschaft.

Der Musikpädagoge und Jazz-Musiker Reinhard Gries wurde bereits mit elf Jahren wegen seiner Begabung neben dem normalen Schulalltag an der Folkwang Musikhochschule im Fach Klavier unterrichtet und spielte neben dem klassischen Repertoire leidenschaftlichen Jazz. Während des Studiums trat er als Barpianist im Phantasialand auf, lernte bei Auftritten im Düsseldorfer Hotel "Breidenbacher Hof" Joe Cocker und Bruce Spring-steen kennen. Von den 1000 Titeln, die Gries auf Anfrage aus dem Handgelenk schütteln kann, gab es natürlich eine Kostprobe.

Das "Küken" der Runde war Nina Maria da Almeida, 1993 in Willich geboren. Den Namen verdankt sie der portugiesischen Mutter und der Entscheidung des Vaters, diesen Namen zu übernehmen. Da Almeida studiert Marketing und Kommunikationswissenschaft, bekannt ist sie als Sängerin der Coverband Kings for a day. Sie ließ sich als Fan der Rockband Queen spontan zum kleinen Auftritt überreden.

Quelle: RP
 
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