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Viersen
Taucher trainieren im Bad für die echte Unterwasserwelt

Viersen: Taucher trainieren im Bad für die echte Unterwasserwelt
Der Tauchertreff Grenzland trifft sich einmal pro Woche im Solarbad in Waldniel. Dort lernen die Mitglieder und Tauchkursus-Teilnehmer die Grundlagen, um später in offenen Gewässern abtauchen zu dürfen. FOTO: Heike Ahlen
Viersen. Mit dem Tauchertreff Grenzland geht es einmal pro Woche ins Wasser. In Kürze stehen neben dem Schwimmbad auch wieder die abwechslungsreichen Seen an der Maas auf dem Programm

In den 70er-Jahren saßen die Menschen gebannt vor dem Fernseher, wenn eine neue Folge "Geheimnisse des Meeres" von Jacques Cousteau lief. Günter Jansen war einer dieser Menschen. Daher machte er 1988 seinen Tauchschein, ist seit 1992 auch Tauchlehrer. Zudem ist er Vorsitzender des Tauchertreffs Grenzland.

Ab einem Alter von etwa acht Jahren versuchen sie sich mit den ersten Schnorcheln. Mit den großen Geräten darf man ab 15 Jahren ins Wasser. Im Freiwasser - also in Seen oder im Meer - wird normalerweise von Mitte April bis Ende November getaucht. Wassertemperaturen von weniger als zehn Grad sind auch mit Ausrüstung unangenehm.

Bei einem Tauchurlaub in einer Woche alles lernen - Günter Jansen ist da skeptisch. "Der Vorteil des Tauchenlernens in einem Verein ist die intensivere Ausbildung ", sagt er. Dann könne ein gebuchter Tauchurlaub auch von der ersten Minute an richtig genossen werden. "In trübem Seewasser zu lernen ist schwieriger als im Meer. Und es ist immer besser, vom Schwierigeren zum Einfacheren zu gehen."

Die Tauchausbildung gliedert sich in drei Stufen - von Bronze bis Gold. Für die erste Stufe benötigt man etwa zehn bis zwölf Theoriestunden. Themen wie Tauchmedizin und -physik, die Ausrüstung und Tauchgangplanung werden behandelt. Im Schwimmbad wird die Praxis allwöchentlich geübt - von den ersten Anfängen über das Halten eines Schwebezustands bis hin zum Meistern erster schwieriger Situationen. Außerdem dient die Stunde im Hallenbad auch dazu, die Kondition zu erhalten. Denn Tauchen sei ein anstrengender Sport, sagt Jansen. Allerdings sei er, wenn das Herz-Kreislauf-System in Ordnung sei, für jedes Alter geeignet.

Wer in der Theorie und im Schwimmbad fit ist, den trennen noch vier Prüfungstauchgänge im Freiwasser von dem ersehnten ersten Schein. Die Vereinsmitglieder sind häufig in den nahen Niederlanden unterwegs. Dort gebe es einfach mehr offene Seen, in denen jeder tauchen dürfe, der es kann.

Um eine artenreiche Unterwasserwelt zu entdecken, müsse man nicht zwingend den Tauchurlaub in weiter Ferne buchen, sagt Jansen. Jedes Gewässer habe seinen Reiz. Außergewöhnliche Entdeckungen gebe es oft auch ganz in der Nähe.

(hah)
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