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Kreis Viersen
Tausende beim Radwandertag

Kreis Viersen: Tausende beim Radwandertag
Sie traten gestern kräftig in die Pedalen: Gertrud Joosten (l.) und Ehemann Heinz (2.v.l.) aus Wachtendonk mit ihren Freunden Michael und Hedwig Baldus aus Geldern. Mehr als 60 Kilometer umfasste ihre Tour. In Kaldenkirchen holten sie sich auch einen Stempel. FOTO: D. Buschlamp
Kreis Viersen. Im Westkreis ließen sich die Radler auch vom unbeständigen Wetter nicht abhalten. In Nettetal machten deutlich mehr Niederländer als beim Niederrheinischen Radwandertag 2016 mit Von Daniela Buschkamp, Heike Ahlen und Birgit Sroka

Im Westkreis wurde gestern nicht nur die Tour de France verfolgt, sondern beim Niederrheinischen Radwandertag in Dülken, Nettetal, Brüggen, Schwalmtal und Niederkrüchten auch kräftig selbst gestrampelt.

In Nettetal-Kaldenkirchen war die Beteiligung "deutlich höher als im vergangenen Jahr", sagt Isabell Bartholomai, Auszubildende der Stadtverwaltung, am Haltepunkt. Eine Erklärung: "Viele Niederländer machen mit. Das war 2016 anders, als die Station in Hinsbeck lag." Heinz (72) und Gertrud Joosten (68) kommen dort gerade an. Sie haben 60 Kilometer von Wachtendonk über Kempen, Grefrath und Nettetal zurückgelegt - für sie ist der Radwandertag ein fester Termin. "Wir sind seit Pfingsten über 700 Kilometer geradelt", erzählt die Wachtendonkerin.

Mit ihren auffälligen gelben Westen unterwegs: die Senioren der Ü75-Gruppe aus Elmpt. FOTO: Sroka

An der Stempelstation in Schwalmtal-Waldniel war es zeitweise regenbedingt etwas ruhiger. Die hohe Zahl von 277 Radfahrern lässt sich erklären, weil nur zwei Stempel für eine abgeschlossene Tour nötig waren, um an der Tombola teilnehmen zu können. Einige Radfahrer gaben eine Karte ab und ließen sich direkt eine neue geben.

Die neue Zehn-Kilometer-Kindertour wurde bis nachmittags nicht genutzt. "Hier gibt es eine alte Bahntrasse, wo ist die denn?", wollten Christel und Heinz Goßens wissen. Guido Cüsters von der Gemeindeverwaltung erklärte den Weg. "Wir haben gedacht, das Wetter hält sich", sagte die Kevelaerin. Das Paar war bis Kaldenkirchen mit dem Auto gefahren und starteten dort. Sie kritisiert: "Wir haben in Nettetal erst die Strecke suchen müssen. Die Hinweisschilder waren so verwittert, da mussten wir zweimal hinschauen." Joachim Petig, Rolf Würzberger und Klaus Hanselmann gehören zur Ü75-Gruppe, die sich jeden Dienstag am Rathaus in Elmpt zur Radtour trifft. Sie sind von Elmpt nach Brüggen, Kaldenkirchen und Waldniel gefahren - und dann wieder zurück nach Elmpt. "Das sind so um die 45 Kilometer, eine übliche Strecke für uns", sagen die Senioren, die gelbe Warnwesten mit dem Aufdruck "Ü75" tragen. Warum? "Dann werden wir von den Autofahrern mit mehr Respekt behandelt."

In Dülken starteten die eifrigen Radler bereits vor dem offiziellen Beginn um 10 Uhr. FOTO: J. Knappe

Das Ratinger Paar Jutta und Klaus Hellbach ist in Wassenberg gestartet und will nach Wegberg. Seit fast 20 Jahren ist es jedes Jahr dabei, immer auf anderen Routen. Das Wetter findet Jutta Hellbach sehr angenehm. "Wenn es zu heiß ist, ist es auch nicht so toll", sagt sie. Auch Maria und Hermann Nagel aus Waldfeucht sind auf dieser Route unterwegs. Seit dem ersten Radwandertag haben sie keinen ausgelassen - immer auf herkömmlichen Rädern. "Der Körper braucht Belastung. Die bekommt er nur, wenn man richtig in die Pedale treten muss", so Nagel.

Hartwin Müller-Gdanitz aus Neuss ist in Mönchengladbach gestartet - über Wegberg ist er nach Elmpt gekommen. Dort angekommen orientiert er sich erst einmal, wohin es noch weitergehen könnte. Schwalmtal wäre eine Option für den Neusser.

Quelle: RP
 
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