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Viersen
Technischer Defekt: Dachgeschoss brennt aus

Viersen. 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten in der Nacht zu gestern ein Feuer an der Düppelstraße Von Martin Röse

Ein Dachstuhlbrand im Rahser hat am späten Dienstagabend zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt - verletzt wurde durch das Feuer niemand. Das gesamte Dachgeschoss brannte aus. Wegen der Enge der Straße konnte die Feuerwehr nur mit zwei Einsatzfahrzeugen bis zum brennenden Dachstuhl fahren; weitere 14 Feuerwehrfahrzeuge, Rettungs- und Notarztwagen mussten in den umliegenden Kreuzungen und Einmündungen geparkt werden. Ermittler der Kriminalpolizei gehen von einem technischen Defekt als Brandursache aus. "Anhaltspunkte für ein strafbares Handeln liegen nicht vor", erklärte eine Polizeisprecherin.

Um 22.43 Uhr war der Alarm in der Leitstelle der Feuerwehr an der Gerberstraße eingegangen: Dachstuhlbrand im Rahser. Ob Menschen in Gefahr waren, war zunächst unklar. Das legte sich zum Glück rasch, denn als vier Minuten später das erste Einsatzfahrzeug an der Düppelstraße eintraf, war das Haus bereits geräumt. Ein Feuerwehrmann, der auf der anderen Straßenseite wohnt, hatte sich sofort gekümmert.

Vier Personen waren aus eigener Kraft aus dem Haus gekommen. Sie wurden später zur Sicherheit vom Notarzt auf eventuelle Rauchgasvergiftungen untersucht. Der konnte aber nichts feststellen, was zur Besorgnis Anlass gegeben hätte. Damit war klar: Das Haus ist leer, es gibt keine Verletzten.

Der Dachstuhl allerdings, sagte der stellvertretende Wehrführer Hans-Jürgen Thevessen, stand beim Eintreffen der Feuerwehr auf der der Straße zugewandten Seite im Vollbrand. Die hauptamtlichen Kräfte aus der Wache und die Feuerwehrleute der Löschgruppen Stadtmitte und Rahser wurden um die Löschgruppen 3 und 4 und die Einsatzleitgruppe ergänzt.

In der Spitze waren insgesamt 16 Fahrzeuge am Brandort und 50 Einsatzkräfte. Da das Haus menschenleer war, konnte die Feuerwehr sich direkt auf den Löschangriff konzentrieren - sowohl von außen mit der Drehleiter als auch von innen. Vorrangiges Ziel war es dabei, die Nachbarbauten in der Häuserreihe zu schützen. Erste Überprüfungen in der Nacht zeigten laut Feuerwehr, dass das Feuer nicht über die Giebelwände in die Nebenhäuser gedrungen war. Gegen Mitternacht konnte die Freiwillige Feuerwehr Viersen die Zahl der Einsatzkräfte an der Brandstelle verringern. Die Nacharbeiten zogen sich noch über Stunden hin.

Quelle: RP
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