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Kreis Viersen
Tierschutzverein sucht dringend helfende Hände

Tierschutzverein Kreis Viersen benötigt dringend Hilfe
Einer der letzten Wünsche der plötzlich verstorbenen Andrea aus Viersen war, dass der Tierschutzverein endlich tatkräftig unterstützt wird. Ihr Ehemann hat sich dieses Wunsches nun angenommen. Wir haben uns auf dem Hof des Tierschutzvereins umgesehen. Von Sabine Kricke, Niederkrüchten

Eine feuchte, muffige Luft liegt in der Stallung der rund 22 Pferde am Rande von Niederkrüchten im Kreis Viersen. In den Decken klaffen riesige dunkle Löcher, die Regenrinnen sind undicht und es tropft hinein. Der Tierschutzverein Kreis Viersen e.V. benötigt dringend ehrenamtliche helfende Hände.

Die Viersenerin Andrea war bis Dezember vergangenen Jahres sehr engagiert auf dem Hof der Vereinsvorsitzenden Monika Schwarick. "Sie hat uns bei der täglichen Arbeit unterstützt und immer angepackt, wo es nötig war. Sie war ein Engel auf Erden", sagt Schwarick.

Diese Tiere suchen ein neues Zuhause FOTO: Tierschutzverein Kreis Viersen

Doch dann starb die gerade einmal 51 Jahre alte Frau plötzlich. Nicht nur für den Tierschutzverein ein schmerzlicher Verlust. Ihr Ehemann, Hansjörg Pott, wusste um ihre große Leidenschaft für die Tiere auf dem Hof und hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihr Engagement weiterzuführen. "Sie bat mich im Oktober darum, ob ich nicht die Beleuchtung im Pferdestall nachbessern könnte, damit sie bei der Arbeit in den Boxen besser sehen kann", erinnert sich Pott. Da er jedoch lediglich Hobbyelektriker sei, war ihm die Sache damals zu heikel.

Nach ihrem plötzlichen Tod im Dezember 2016 habe ihr Mann ihren Wunsch als Nachlass verstanden und die Planungen zur Unterstützung des Vereins wieder aufgenommen. Gemeinsam mit dem Bruder der Verstorbenen organisierte er einen Elektriker, der sich um die Beleuchtung der Stallungen kümmert. "Trotzdem werden dringend weiterhin helfende Hände benötigt", sagt die Vereinsvorsitzende Schwarick.

Ehrenamtler gesucht

Konkret suche man Ehrenamtler, die vor allem vormittags die Frührentnerin bei alltäglichen Hofarbeiten unterstützt. Auch sucht der Verein Handwerker und Spender von Materialkosten. So stehen ebenfalls ganz oben auf der Liste: Farbe, um den Hof zu streichen und Rindenmulch zum Abdecken. Insgesamt leben auf dem Hof 22 Pferde, 17 Schweine und zahlreiche Katzen, Ziegen, Meerschweinchen, Gänse und Kaninchen.

Bei den Pferden handelt es sich teilweise um Tiere aus schlechter Haltung oder um Pferde, deren Besitzer gestorben sind. "Bei den Hunden arbeiten wir mit Pflegestellen zusammen, jedoch werden Kosten für Futter, Tierarzt und Steuern von dem Verein getragen", sagt Schwarick. Daher werden auch dringend Geldspenden benötigt. Alle Tiere stehen übrigens zur Vermittlung. In unserer Bilderstrecke stellen wir einige Tiere aus dem Tierschutzverein vor.

Wer den Tierschutzverein unterstützen möchte, findet hier alle Infos und Kontaktdaten.

 
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