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Viersen
Traktoren donnern durchs Bistard

Viersen: Traktoren donnern durchs Bistard
Bevor sie auf die Strecke dürfen, müssen alle Traktoren auf die Waage, um die Startklasse zu ermitteln. FOTO: Jörg Knappe
Viersen. Hunderte Motorsportbegeisterte jubelten am Wochenende im Bistard beim 8. Traktor Pulling den Startern zu. Einige Fahrer ließen sie sogar unter die Hauben ihrer aufgemotzten Maschinen blicken Von Bianca Treffer

Rund 100 Starter in den verschiedenen Kategorien, Hunderte Zuschauer, eine gute Stimmung, viel Fachsimpeln und jede Menge Spaß - so präsentierte sich am Wochenende das Traktor Pulling in Viersen. Eigentlich eine Premiere, wenngleich es zum achten Mal an den Start ging, denn zum ersten Mal trat der neu gegründete Verein Tractorpulling Dülken als Organisator an. Unterstützt von der Katholischen Landjugendbewegung Dülken und begleitet von der Deutschen Trecker-Treck Organisation (DTTO), stellte der Verein eine Veranstaltung auf die Beine, die Motorsportbegeisterte faszinierte. Dabei waren es nicht nur allein die Pulls an sich, die begeisterten. Die aufgemotzten Traktoren auf dem Gelände ließen die Besucher generell staunen.

Beim "Smoking Devil" bleiben die Besucher schon vor dem eigentlichen Auftritt stehen. Der Anblick des offen liegenden Motors ist gigantisch. "Es handelt sich um einen russischen Panzermotor T55. Dazu kommen Einspritzpumpen aus einem U-Boot der schwedischen Armee", informiert Norbert Lobbe, Besitzer und Teamchef der Truppe rund um den "Smoking Devil" aus Ahaus. 3000 PS und 14 Liter Hubraum verstecken sich im Motor des Showtraktors. Umweltfreundlich ist das Schätzchen allerdings nicht. 1,8 Liter Diesel gehen pro Sekunden durch den Motor. "Wenn wir starten und Vollgas geben, ist der Himmel dunkel", bemerkt Lobbe grinsend.

Von der Zugstrecke mischen sich die "Full-Pull"-Rufe des Moderators mit denen der Besucher, die dicht an dicht hinter den Absperrungen stehen und auch die improvisierten Bühnen, die aus Anhängern und Strohballen bestehen, in Beschlag genommen haben. Jeder Fahrer wird angefeuert, wenn er seinen Traktormotor aufheulen lässt und versucht, den Bremswagen, an den er angekoppelt ist, über die vorgegebene Strecke von 100 Metern zu ziehen, um sich für das Finale zu qualifizieren. Bevor sie auf die Strecke dürfen, müssen alle Traktoren auf die Waage der DTTO, um die Startklasse zu ermitteln. Die Sicherheitsvorrichtungen werden gecheckt, die Anhängehöhe wird vermessen.

Schwarze Abgaswolken quellen aus dem Auspuff, das Röhren der Maschine steigert sich um etliche Dezibel - dann setzen sich Hunderte von PS in Bewegung. FOTO: Jörg Knappe

Der acht Meter lange tonnenschwere Bremswagen hat wieder Stellung bezogen. Der nächste Traktor fährt rückwärts, geleitet von den Einweisern, an. Alles ist startklar. Der Fahrer stülpt den Motorradhelm über und lässt den Motor aufheulen. Schwarze Abgaswolken quellen aus dem Auspuff. Das Röhren der Maschine steigert sich um etliche Dezibel. Schließlich setzen sich Hunderte von PS in Bewegung. Bis zur 80 Meter schafft er es - dann ist der Power raus.

Quelle: RP
 
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