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Meine Kulturwoche
Treffen mit Bach, Beethoven und dem Froschkönig

Viersen. Der Hör-Abend mit RP-Redakteur Wolfram Goertz verspricht vergnügliche Begegnungen mit Bach, van Beethoven und Grönemeyer. Am Sonntag empfangen ein einsamer Frosch und eine vorwitzige Prinzessin die Besucher in der Festhalle. Heiteres ist in dieser Woche nicht ausgeschlossen.

Ungeachtet dessen, welches ungemütliche Novemberwetter die Meteorologen für kommende Woche vorhersagen: In Viersen sind die Aussichten heiter bis herzergreifend.

Musik ist etwas fürs Herz und für die Seele. Sie tröstet, sie beruhigt, sie beschwingt. Keiner weiß das besser als Wolfram Goertz. Er ist nicht nur Musikredakteur der Rheinischen Post, sondern er hat an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen über "Strategien einer angstlösenden Musikbegleittherapie bei Herzkatheteruntersuchungen" promoviert. Zum wiederholten Mal betreut Goertz, der übrigens in Dülken Abitur machte, die Besucher der Viersener Festhalle beim Hören berühmter und unbekannter Meisterwerke. "Musik - Balsam für die Seele" heißt sein Motto diesmal. Das lässt große Gefühle erwarten, Heiterkeit als Nebenwirkung ist aber nicht ausgeschlossen. Ungewöhnliche Begegnungen indes sind programmiert, denn Goertz ignoriert geflissentlich die Genre-Grenzen. Da trifft Johann Sebastian Bach auf Sting, Ludwig van Beethoven auf Herbert Grönemeyer. Goertz spielt Stücke vor, kommentiert, doziert und plaudert sich durch die Musikgeschichte. Er schlägt den Bogen vom profanen Ohrstöpsel zu herzergreifend schöner Musik. Ein vergnüglicher Abend mit Klassik, Jazz und Pop. Wann? Dienstag, 14. November, 20 Uhr, in der Festhalle Viersen.

Am Sonntag erwartet die Besucher der Festhalle auch ein Stück quergebürstete Kultur. Das Theater Urknall in Koproduktion mit dem Theater Waidspeicher Erfurt zeigt die Märchenadaption "Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich". Wer also das Grimmsche Märchen als Klassiker sucht, wird dort nicht fündig. In Zeiten von 3D-Filmen tritt das Figurentheater oft die Flucht nach vorn an: Seine Stärke ist nicht das Vorgaukeln einer Illusion, sondern das Spiel mit dem Bekannten, das Augenzwinkern, der Verweis darauf, dass alles eben Theater ist.

Die Puppenspieler Dorothee Carls und Michael Hatzius - vielen bekannt durch seine Reptilienpuppe "Die Echse" - haben bei den Proben mit viel Humor improvisiert. Wer also die zickige Prinzessin aus der Grimmschen Version noch nie leiden konnte, weil sie nicht tierlieb ist und den Frosch an die Wand knallt, ist im "Froschkönig" des Theaters Urknall richtig. Der vereinsamte Frosch ist kein garstiges Ungeheuer, sondern ein grünes Plapperbreitmaul, das lange vergebens auf eine Prinzessin gewartet hat.

Ein Figurentheater, das sich für Menschen jedes Alters eignet. Wann? Sonntag, 19. November, 15 Uhr und 19 Uhr, in der Festhalle.

Quelle: RP
 
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