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Niederkrüchten
Trudis Jans will Bürgermeisterin werden

Niederkrüchten. Nach der Niederkrüchtener CDU, die Bennet Gielen ins Rennen um das Bürgermeisteramt schickt, hat sich auch die SPD erklärt: Für sie bewirbt sich Trudis Jans um das Amt. Von Heike Ahlen

Das Kleeblatt ist komplett: Vier Kandidaten - zwei Frauen, zwei Männer; zwei Parteilose, zwei Parteigebundene - das ist die Auswahl, die die Niederkrüchtener bei der Bürgermeister-Wahl am 13. September dieses Jahres haben werden. Als Trudis Jans ihre Bewerbungsrede beendet hatte, standen die Sozialdemokraten auf und spendeten spontanen Applaus. Die 47-jährige Wahl-Niederkrüchtenerin hatte die Themen, die die Menschen in Niederkrüchten bewegen, angepackt. An erster Stelle stand bei ihr die Zukunft des Militärgeländes in Elmpt. Durch die Pläne, eine Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge dort "mitten im geplanten Gewerbegebiet" einzurichten, sei "eine sinnvolle Folgenutzung für Niederkrüchten akut gefährdet".

Das Gewerbegebiet sei wichtig für die Entwicklung der Gemeinde, für neue Arbeitsplätze und eine verbesserte Einnahmesituation. Sie werde alles tun und unterstützen, "dass dieses Gebiet einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird".

In ihrer Rede folgte sie dann dem Weg durch die Generationen. Von den funktionierenden Kitas, deren Bestand es zu sichern gelte, über die Schulen, von denen ihr der Erhalt der Realschule ein "persönliches Anliegen" sei, bis zur Jugendarbeit. Und sie fand klare Worte zum BigBass. "Er ist eindeutig eine Bereicherung für unsere Gemeinde. Ich werde mich für eine finanzierbare Lösung einsetzen."

Es sei durchaus in Ordnung, wenn Jugendliche zur Ausbildung ihren Heimatort zunächst verließen und die Welt erkundeten. Zur Familiengründung aber sollten sie zurückkehren. Bezahlbarer Wohnraum, Belebung alter Bausubstanz und Baulückenschließungen in den Ortskernen gehören zu ihrem Programm.

Auch an der Frage des Edeka-Neubaus in Elmpt, an der sich im Moment die Geister heftig scheiden, kam sie nicht vorbei. Es sei noch nichts entschieden, die abschließende Entscheidung treffe der Rat. Und vorher werde sie sich mit allen vorgetragenen Argumenten eingehend auseinandersetzen. Seniorenwohnen, Ehrenamt und die Unterstützung der Vereine ohne Nutzungsgebühren für Sport- und Veranstaltungsstätten liegen ihr ebenfalls am Herzen.

Trudis Jans ist verheiratet. Die studierte Juristin arbeitet als Justiziarin und stellvertretende Fachdienstleiterin beim Kreis Wesel. Sie leitet nebenberuflich eine Arbeitsgemeinschaft bei der Bezirksregierung. In ihrer Freizeit joggt und wandert sie gern und ist aktiv beim Lauftreff Niederkrüchten.

Quelle: RP
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