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Viersen
VAB feiert Richtfest im Robend

Viersen. Nicht mal ein halbes Jahr nach dem ersten Spatenstich steht der Rohbau für 47 Mietwohnungen im Stadtpark Robend. Bis 2021 will die VAB mehr als 300 neue Wohnungen in ganz Viersen bauen Von Martin Röse

Vergangenen Monat ist die Stadt Viersen mal wieder gewachsen. 216 Wegzügen standen 316 Zuzüge gegenüber. Die aktuelle Einwohnerzahl liegt laut Stadt nun bei 76.506, Tendenz weiter steigend. Wohnraum, noch dazu bezahlbarer, ist knapp in der Kreisstadt.

Gestern Nachmittag rückte ein bisschen Linderung ein bisschen näher: Im Stadtpark Robend feierte die Viersener Aktien-Baugesellschaft VAB ihr erstes Richtfest des Jahres: In einem Fünf-Millionen-Euro-Komplex an der Straße Scheldefahrt entstehen 47 Mietwohnungen, ausschließlich im Ein- und Zwei-Personen-Segment. Im Frühling sollen die Wohnungen, alle mit Balkon oder Terrasse ausgestattet, bezugsfertig sein. "Der Wohnraum wird dringend gebraucht", sagte VAB-Vorstandsvorsitzender Albert Becker. Er geht davon aus, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt. "Wir führen bereits eine Interessentenliste."

Die Hälfte der Wohnungen ist öffentlich gefördert. Wer dort für 5,25 Euro pro Quadratmeter wohnen möchte, braucht einen Wohnberechtigungsschein. Die andere Hälfte ist ein bisschen besser ausgestattet, verfügt beispielsweise über elektrische Rollläden und höherwertige Bodenbeläge. Dort kostet der Quadratmeter 7,80 Euro. Die Nebenkosten dürften sich im Rahmen halten. "Die Energieversorgung erfolgt über eine Wärmepumpe", so Becker. Und: In der Wohnanlage gibt es einen 60 Quadratmeter großen Bewohnertreffpunkt, als eine Art gemeinsames Wohnzimmer, "für gesellige Aktivitäten und gute Nachbarschaft", sagt der VAB-Chef. VAB-Architekt Oliver Wagner hat den Bewohnern Arkaden, Loggien und bodentiefe Fenster spendiert; der Bereich zwischen Bahnhof, P&R-Anlage sowie dem Steinkreis erhält durch die aufgelockerte Architektur ein neues Gesicht. Wenn die ersten Bewohner im kommenden Jahr einziehen, werden die Außenwände weiß verputzt sein.

Der Neubau im Robend ist ein Baustein in der "Wohnungsbauoffensive" der VAB. In den kommenden fünf Jahren sollen mehr als 300 neue Wohnungen in Viersen entstehen. Mehr als 40 Millionen Euro investiert die VAB dafür, nutzt dafür auch Förderprogramme. Auch am Willy-Brandt-Ring stehen bereits die Kräne, demnächst wird auch an Hüsgesweg und Oberrahser Straße gebaut. Daneben übernimmt die Aktiengesellschaft auch die Reaktivierung der Kita an der Konrad-Adenauer-Straße.

Und auch im Stadtpark Robend wird mittelfristig weiter gebaut: Zur Brüsseler Allee hin sollen Mietwohnungen für Familien entstehen. Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) erklärte: "Ich bin sehr froh, dass wir die VAB als Partner an unserer Seite haben." Sie selbst wohnt nicht weit entfernt von dem Neubauprojekt. Die neue Bebauung im Stadtpark Robend werte das Bahnhofsumfeld auf - und verbessere die Anbindung ans Stadtzentrum. Anemüller: "Das Robend und die Innenstadt waren bisher getrennt. Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört."

Quelle: RP
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