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Viersen
Verein MoWo unterstützt Menschen ohne Zuhause

Viersen: Verein MoWo unterstützt Menschen ohne Zuhause
Gemeinsam auf der Treppe im Oscar-Romero-Haus: Jürgen Heimes, Martina Maaßen, Clara Steinbusch, Karina Wieland, Gert Pasen und Frank Brünker (v.l.) von MoWo und dem Rheinischen Verein. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Viersen. Neuer Vorstand, 30-jähriges Bestehen und Trägerwechsel beim Oscar-Romero-Haus: Der Verein Menschen ohne Wohnung blickt auf ein bewegtes Jahr. Er hat sich neue Ziele gesetzt Von Bianca Treffer

Es ist ein Jubiläum, das Veränderungen mit sich bringt. Der Verein Menschen ohne Wohnung (MoWo) hat in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. 1987 gegründet, übernahm er die Trägerschaft des damals schon seit 1985 bestehenden Oscar-Romero-Hauses in Viersen. Obdachlosen Menschen die Möglichkeit einer Wohnunterkunft zu geben und sie zeitgleich sozial zu betreuen, hat sich der Verein von der ersten Sekunde auf seine Fahnen geschrieben. Das ist auch im Jubiläumsjahr und darüber hinaus der Fall, wenngleich die Ära seiner Trägerschaft für das Oscar-Romero-Haus und der seit 2006 bestehenden Außenwohngruppe an der Berliner Höhe endet.

Der Rheinische Verein für katholische Arbeiterkolonien ist der neue Träger der beiden Einrichtungen, in denen insgesamt neun wohnungslose Männer einen Platz zum Leben finden. Ein Trägerwechsel, der für die Bewohner der Einrichtungen keine Veränderungen mit sich bringt.

"Das Angebot bleibt das gleiche, und wir bringen uns nach wie vor mit einer Fachkraft für die Betreuung ein", sagt Frank Brünker, Geschäftsführer vom Rheinischen Verein. Zumal der Wechsel schon vor zwei Jahren erfolgte. "Wir haben aber unser Jubiläumsjahr gewählt, um eine offizielle Übergabe durchzuführen", erklärt Martina Maaßen. Sie ist seit diesem Jahr die neue Vorsitzende von MoWo und löst damit nach 23 Jahren Pfarrer Alexander Schweikert ab. Anna Moczko hörte ebenfalls nach jahrelanger Vorstandsarbeit auf. Mit Maaßen traten Gert Pasen und Jürgen Heimes mit in den Vorstand ein.

MoWo setzt es sich nach wie vor zum Ziel, wohnungslose Menschen zu unterstützen und auf deren Probleme hinzuweisen. "Die gegenwärtige Wohnungsnot, gerade in Bezug auf Kleinwohnungen, stellt sich als besondere Herausforderung dar. MoWo plant, Wohnraum für alleinstehende Wohnungslose anzumieten", informiert Maaßen. Dieser Wohnraum soll in Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Betreuten Wohnens an diese Menschen untervermietet werden, die auf dem Wohnungsmarkt kaum eine Chance haben. Zudem möchte sich der Verein dafür einsetzen, die Rahmenbedingungen, die unter anderem die Angemessenheit der Mieterhöhungen bei Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe betreffen, zu verbessern.

Gerade auch angesichts der in Nordrhein-Westfalen wieder steigenden Zahlen von Wohnungslosen liegt es dem Verein am Herzen, Lobbyarbeit für Menschen ohne Heim zu leisten. Die Menschen im Oscar-Romero-Haus und der Außenstelle leben derzeit länger als ein Jahr in der Einrichtung, weil der Wohnungsmarkt für sie keine andere Möglichkeit bereithält.

"Wir haben Klienten, die schon zwei und drei Jahre hier leben. Darunter sogar ein Wohnungsloser mit einer festen Arbeit", berichtet Clara Steinbusch vom Rheinischen Verein. Ganz wichtig: Der Rheinische Verein bietet weiterhin Hilfeleistungen, die dazu beitragen sollen, dass die neun Bewohner der beiden Einrichtungen selbstständiger und stabiler werden.

Quelle: RP
 
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