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Viersen
Verwaltung plant 2016 zehn Einkaufssonntage

Viersen: Verwaltung plant 2016 zehn Einkaufssonntage
Ein Anziehungspunkt für Autofans ist die Viersener Oldtimer-Rallye. Viersen und Süchteln werden dann zu einer Automeile. FOTO: busch
Viersen. Zehn verkaufsoffene Sonntage, traditionsreiche Termine wie die Viersener Oldtimer-Rallye (28. Auflage am 28. Mai), der Dülkener Kindertag (26. Auflage am 5. Juni) oder der Martinsmarkt (6. November), dazu jüngere wie der "Stadt.Land.Markt.Viersen" (am 26. April) und kulturelle Angebote wie die "Viersener Note" (am 25. September) oder "Dülken kunterbunt" (von Juli bis Dezember): Von Daniela Buschkamp

Für 2016 plant das Citymanagement mit wechselnden Partnern 25 Veranstaltungen. "Damit ist auch das Limit erreicht", sagt Wirtschaftsförderer Thomas Küppers. Der Kalender sei optimal ausgeschöpft. Das Ziel der Stadtverwaltung sei es nicht, die Zahl der Termine auf 30 oder 40 auszudehnen. "Wir wollen vielmehr die vorhandenen Angebote auf qualitativ hohem Niveau halten", meint Küppers.

Vie Action gibt es beim Irmgardisfest in Süchteln. FOTO: busch

Ob eine Rallye mit chromblitzenden Oldtimern, ein Blick auf blühende Pflanzen (Gartenwelt in Dülken am 1. Mai) oder Historisches (Irmgardisfest in Süchteln, am 3. und 4. September): Die Veranstaltungen sind dabei nicht Selbstzweck. Sie sollen Viersen mit seinen drei Zentren - Innenstadt, Süchteln und Dülken - beleben. Dabei setzen die Veranstalter nicht nur auf den jeweiligen Tag oder das Wochenende selbst, sondern auch auf eine nachhaltige Wirkung. "Wir wollen die Menschen erreichen, die Geld ausgeben wollen und können. Sie sollen den Einkaufswert der Viersener City erkennen und gern für Weihnachtseinkäufe wiederkommen", meint etwa Helmut Ruth vom Werbering "Viersen aktiv" zur Organisation des Martinsmarktes. Gerade dort zeigte sich die Magnetwirkung: Im vergangenen Jahr nutzten mehr als 40.000 Menschen am zweiten November-Wochenende die Gelegenheit zum Bummeln. Sie kauften an Marktständen oder zusätzlich am Sonntag in den Geschäften ein, nahmen einen Imbiss zu sich oder beteiligten sich an den unterschiedlichen Benefiz-Aktionen.

Für Dr. Winfrid Tackenberg, den Vorsitzenden der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Nordstadt, sollte es längst nicht ausschließlich groß angelegte Veranstaltungen geben. Tackenberg will gerade am Samstag die Fußgängerzone beleben, etwa mit saisonalen Markt-Angeboten. Für ihn ist klar: "Die Kunden erwarten inzwischen mehr als geöffnete Ladentüren. Einkaufen muss wieder zum Erlebnis werden." Besonders mit Blick auf die Konkurrenz, etwa im Mönchengladbacher Einkaufszentrum "Minto".

Großer Spaß für die Kleinen: der Kindertag in Dülken. FOTO: Flocken

An der Quantität will das Citymarketing nichts ändern: "Ein größeres Angebot wäre personell nicht zu stemmen", so Küppers. Bereits jetzt habe die Verwaltung die gesetzlich zugelassene Zahl von zehn verkaufsoffenen Sonntagen ausgenutzt: Drei gibt es in Viersen, drei in Dülken, drei in Süchteln sowie einen gemeinsamen in Dülken und Viersen.

Für den Wirtschaftsförderer macht es auch wenig Sinn, den Veranstaltungskalender noch breiter aufzustellen: "Zum einen wäre das personell nicht zu stemmen. Zum anderen liegen die Angebote bereits zeitlich dicht beinander." Zudem könnten jüngere Ideen wie der "Stadt.Land.Markt.Viersen" - für April ist die dritte Auflage geplant - noch wachsen.

Quelle: RP
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