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Viersen
Verwaltung will OGS-Beiträge erhöhen

Viersen. Bis 2021 will die Stadt 510 neue Plätze in der Offenen Ganztagsschule schaffen. Jetzt wird Ausbaupotenzial gesucht Von Daniela Buschkamp

Die Stadt Viersen will auf die steigende Resonanz auf Betreuung für Grundschüler reagieren und plant,19 neue Gruppen einzurichten. Dazu hat eine Arbeitsgruppe ein Personalkonzept für die offenen Ganztagsschulen (OGS) vorgelegt. Eine weitere Konsequenz dieser Pläne: In den Schulen müssen Räume doppelt genutzt oder Gebäude erweitert werden; Kinder müssen - je nach räumlichen Kapazitäten - ihr Mittagessen in mehreren Schichten einnehmen.

Für Eltern die wichtigste Neuigkeit: Sie müssen sich voraussichtlich auf höhere Kosten für die OGS einstellen. "Zur Reduktion des städtischen Zuschusses und unter Berücksichtigung der aktuellen beziehungsweise zukünftigen Haushaltslage der Stadt Viersen sollte eine Erhöhung der Elternbeiträge sowohl für den Bereich der OGS- als auch der ,8 bis 1'-Betreuung in den Blick genommen werden", wird die Verwaltung den Ratsmitgliedern heute vorschlagen. Sie will nun einen Beschluss zu den OGS-Elternbeiträgen in der zweiten Jahreshälfte 2016 vorlegen, so dass diese zum Schuljahr 2017/18 erhöht werden könnten.

Ein Beispiel: Bisher liegt der Höchstbetrag für die Offene Ganztagsschule in Viersen bei 150 Euro pro Monat. Nach einem Änderungserlass des NRW-Ministeriums für Schule und Weiterbildung von März 2016 können Kommunen die Beiträge auf bis zu 180 Euro monatlich anheben. Würde die Stadt Viersen diesen maximalen Satz nutzen, wäre das etwa in der höchsten Einkommensgruppe eine Erhöhung um 360 Euro pro Jahr.

Insgesamt gibt es zwölf städtische Grundschulen an 14 unterschiedlichen Standorten. An den Grundschulen sind zwei unterschiedliche Betreuungsangebote vertreten: die Offene Ganztagsschule, die auch an unterrichtsfreien Tagen und teils in den Schulferien geöffnet ist, und die Betreuung "8 bis 1", die an Unterrichtstagen bis 13 Uhr zur Verfügung steht.

Und so sehen die OGS-Erweiterungspläne aus: Langfristig - also in den kommenden fünf Jahren - rechnet die Stadtverwaltung mit "zwei bis drei OGS-Gruppen pro Jahr" zusätzlich, wie die Vorlage zur Ratssitzung heißt.

Aktuell geht die Verwaltung von acht neuen Gruppen aus: Für das Schuljahr 2016/17 brauchen die Gemeinschaftsgrundschule Dülken, die Katholische Grundschule an der Zweitorstraße und der Dülkener Standort der Paul-Weyers-Schule je eine zusätzliche Gruppe. Zudem besteht an der Primus-Schule ein Bedarf für drei weitere Gruppen. Mit Blick auf 110 Grundschüler aus Flüchtlingsfamilien geht die Verwaltung von insgesamt zwei weiteren Gruppen für diese Zielgruppe aus.

Um den weiteren Ausbau planen zu können, will die Verwaltung die räumliche Situation und die Ausstattung mit Material in den einzelnen Schulen untersuchen. Dabei soll festgestellt werden, welche Kapazitäten jeweils für einen möglichen Ausbau vorhanden sind. Doppelnutzungen von Klassenräumen für den Vor- und Nachmittag sind - nach Einschätzung der Verwaltung - "unausweichlich."

Quelle: RP
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