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Kalle Wassong
"Viele Bürger fühlen sich unsicher"

Viersen. Heute Abend gibt es eine Info-Veranstaltung für Bürger zur Flüchtlingsunterbringung in Elmpt.

NIEDERKRÜCHTEN (jos) Bürgermeister Kalle Wassong hat zum ersten Bürgerdialog eingeladen. Am 21. November stand er interessierten Bürgern zwei Stunde lang Rede und Antwort. Wie es gelaufen ist und wie es mit dieser "Bürgermeister-Sprechstunde" weitergeht, erklärt Wassong im Interview.

Wie viele Bürger wollten denn mit ihrem Bürgermeister sprechen?

Kalle Wassong 15 Bürger waren da. Für die Premiere war das eine ordentliche Quote, wie ich finde. Der Personenkreis war bunt gemischt. Es waren Neubürger und Alteingesessene dabei, Ältere und auch Jüngere.

Welche Themen kamen auf den Tisch?

Wassong Auch das war bunt gemischt. Es gab Fragen aus dem persönlichen Wohnumfeld, etwa zur Parkplatz- oder Verkehrssituation. Zwei Besucher wollten auch einfach mal ihren neuen Bürgermeister kennenlernen - was ich völlig in Ordnung finde. In den meisten Fällen ging es allerdings um die Flüchtlingsunterbringung auf dem Flughafengelände. Viele fühlen sich unsicher, haben Bedenken geäußert. Das war allerdings durchweg sehr sachlich. Ich habe keine Ablehnung empfunden, sondern ernsthaftes Interesse und die ernsthafte Sorge: Was erwartet uns?

Wie lautet die Antwort auf diese Frage?

Wassong Viele Fragen werden sich sicherlich im Rahmen der Bürgerinformation am kommenden Montag ab 19 Uhr in der Begegnungsstätte klären. Beim Thema Flüchtlingsunterbringung lege ich Wert auf größtmögliche Transparenz. Wir werden in Kooperation mit dem Betreiber eine Anlaufstelle für Bürger einrichten und planen einen Runden Tisch zur Bündelung des ehrenamtlichen Engagements. Über neue Entwicklungen wollen wir zeitnah und offen informieren.

Wie geht es mit dem Bürgerdialog weiter?

Wassong Der nächste Bürgerdialog findet am Donnerstag, 17. Dezember, von 16 bis 18 Uhr im Verwaltungsgebäude in Niederkrüchten auf der Stadionstraße statt. Jeder, der etwas auf dem Herzen hat oder Anregungen und Kritik loswerden will, ist willkommen. Für die Zukunft möchte ich dieses Angebot zur festen Einrichtung machen und weiterentwickeln. Ich könnte mir vorstellen, den Bürgerdialog für bestimmte Zielgruppen anzubieten, zum Beispiel für Jugendliche - gerne im neuen Jugendtreff.

DIE INFORMATIONSVERANSTALTUNG FÜR BÜRGER ZUR EINRICHTUNG EINER NOTUNTERKUNFT FÜR FLÜCHTLINGE FINDET AM MONTAG, 30. NOVEMBER, IN DER BEGEGNUNGSSTÄTTE, OBERKRÜCHTENER WEG 42 IN NIEDERKRÜCHTEN, STATT. BEGINN IST UM 19 UHR.

Quelle: RP
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