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Niederkrüchten
Vier neue "Narren von Europa"

Niederkrüchten. Zum Motto "Niederkrüchten ist bunt" feierten die Jecken einen bunten Abend.

Die Nervosität stand Jan Sevenich und Heinz Claßen vom Karnevalsverein "Maak Möt" ins Gesicht geschrieben, denn der Punkt "Ehrungen" stand nicht auf dem Zettel von Carsten Scholz. Mit großer Begeisterung führte Scholz die Karnevalisten in der Begegnungsstätte durch die "Bunte Nacht". Nun aber mussten sie ihm für die geheime Kommandosache das Mikrofon irgendwie abluchsen, ohne dass der Mann Verdacht schöpfte.

Kleine Ablenkungsmanöver spielten das Mikrofon schließlich Heinz Claßen und Ingeborg Gartz zu. Die Landespräsidentin der Förderation Europäischer Narren (FEN), selbst seit gut zwei Jahrzehnten Mitglied bei "Maak Möt", hatte Gewichtiges mitgebracht. Sie zeichnete Diana Moers, René Claßen, Frank Kohnen und Carsten Scholz für ihre jahrzehntelangen großen Verdienste um das karnevalistische Brauchtum beim "Maak Möt" in den unterschiedlichsten Funktionen und Aufgabenbereichen - vom Training der Garden bis hin zum Prinzen - mit dem "Narr von Europa" in Gold aus. "Viermal Gold, das ist schon außergewöhnlich", sagte Gartz. Vor allem "Maak Möt"-Vorsitzender Sevenich strahlte angesichts des gelungenen Coups, denn die Anträge hatte er im Oktober gestellt. "Eine gute Sache, dass das geklappt hat", sagte er.

Die "Bunte Nacht", angelehnt das Motto des Tulpensonntagszuges "Niederkrüchten ist bunt", durfte er ebenfalls als gelungen bezeichnen. Die Mischung aus Biwak und Sitzungsprogramm kam an beim Publikum. "Das Format ist neu, aber es läuft sehr gut", meinte Sevenich. Es freute die Gastgeber besonders, dass viele Gesellschaften sich auch Auftritte der anderen Vereine anschauten. Bürgermeister Kalle Wassong, der "Sitzungspräsident des Gemeinderates", begrüßte die Karnevalisten in der "guten Stube" der Gemeinde. Unter anderem zogen Karnevalisten und Gesellschaften aus Wesel, Golkrath, Willich, Bocholt, Dülken, St. Tönis, Vorst, Merbeck, Hückelhoven und Baesweiler mit ihren Prinzen, Prinzessinnen, Prinzenpaaren, Garden oder Tanzgruppen auf. Sie sorgten für ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Mit kölschem Liedgut heizten "De Köbesse" und die "Klötschköpp" gewaltig ein.

Passend zum Sessionsmotto hatte Maak Möt auch Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer eingeladen. "Das Motto kommt gut an, aber es muss auch gelebt werden. Die Willkommenskultur für die Neubürger ist uns wichtig. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, Ängste abzubauen", so Sevenich.

(wiwo)
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