| 13.03 Uhr

Arbeitsunfall in Viersen-Dülken
Noch drei Arbeiter nach Explosion im Krankenhaus

Neun Verletzte bei Explosion in Viersen-Dülken
Neun Verletzte bei Explosion in Viersen-Dülken FOTO: Heike Ahlen
Viersen-Dülken. Nach der Explosion in einem metallverarbeitenden Betrieb in Viersen sind sechs der insgesamt neun Verletzten wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Drei werden noch behandelt.

Das erklärte Burkhard Eckelt, Personalleiter des 480 Mitarbeiter starken Unternehmens Otto Fuchs. "Drei Mitarbeiter sind zurzeit noch im Krankenhaus, sollen aber jetzt auch bald nach Hause kommen können", berichtete Eckelt.

In der Firma, die unter anderem Produkte für die Automobil- und Sanitärbranche herstellt, war es am Dienstagabend in einer Gießanlage zu einer Wasserexplosion gekommen. Neun Arbeiter wurden verletzt, erlitten einen Schock und Rauchgasvergiftungen. Die Rettungskräfte waren im Großeinsatz – mehr als 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten waren vor Ort. Die Verletzten wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht.

Knall und  Druckwelle

Ausgelöst wurde der Arbeitsunfall durch einen Stangenabbruch beim Gießen einer Messinglegierung - mit dem Effekt, dass die Schmelze in das Kühlwasser fiel. Es gab einen Knall und eine Druckwelle.

Die Höhe des Schadens war auch am Mittwochmittag noch nicht bekannt. "Das muss jetzt zunächst begutachtet werden", erklärte Eckelt. Die Gießanlage sei zurzeit nicht zu benutzen. Das Unternehmen sei aber zuversichtlich, die anstehenden Aufträge dennoch zeitgerecht abwickeln zu können. "Wir werden das voraussichtlich ausgleichen können. Wir haben ja mehrere Gießanlagen im Betrieb", so Eckelt.

Das Amt für Arbeitsschutz war noch am Dienstagabend über das Unglück informiert worden.

(mrö)
 
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