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Viersen
Viersener Salon ist erfolgreich gestartet

Viersen. Ein Jahr "Viersener Salon": Für dieses Jahr zog Dr. Albert Pauly, Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege Viersen, eine sehr erfreuliche Bilanz. Der Salon der in der Villa Marx, dem zurzeit umgebauten ehemaligen Exerzitienhaus des Bistums Aachen, wurde von dem Investor dem Heimatverein für "historische Ausstellungen, musikalische Ereignisse, literarische Begegnungen und wissenschaftliche Diskurse" zur Verfügung gestellt.

Die erste Ausstellung "Der Niederrhein - Schauplatz europäischer Geschichte" zog 2242 Besucher an, die zweite Ausstellung mit den Arbeiten aus dem "Atelier für Photographie" des in Dülken ansässigen Albert Breuer, die am 16. August zu Ende geht, hat ähnlichen Zulauf.

Gleich zu Beginn gedachte Pauly des im vergangenen Jahr verstorbenen Grafikers Norbert Cziernioch, der dem Verein "ein neues Gesicht in all seinen Facetten" gegeben habe. Sein Vermächtnis ist die nun vorliegende Broschüre über das erste Jahr des Viersener Salons.

"Das Konzept, das sich an den Salon-Gedanken des 17. bis 19. Jahrhunderts orientiert, hat sich bestens bewährt", so Pauly. Allerdings hätten die Ausstellungen allein nicht ausgereicht. Das Angebot über Kaffee und Imbiss gehört dazu und auch das im ersten Stock liegende Kino, das sich von einem "Plüschkino" - wie Doris Schaffrath schmunzelnd erzählt - dank der von der Süchtelner Firma Kohlschein aus Pappe hergestellten Kleinmöbel zu einem modernen Raum mit einer Lack- und Lederbar entwickelt hat.

Die gezeigten Filme, alle historisch bedeutsam, sind abwechselnd heiter und dramatisch, der angewachsene Filmfreunde-Kreis im Heimatverein wird regelmäßig dazu eingeladen. Das Kino ist nicht kommerziell und damit öffentlich, es ist das "Cinema Villa Marx".

Paulys besonderer Dank gilt der finanziellen Förderung durch die Sparkassenstiftung und hier besonders Fritz Meies, der - auch seit 40 Jahren Mitglied im Verein - "immer hinter uns stand und uns Mut für unsere Vorhaben gemacht hat." Schließlich hatte ja schon Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Staatssekretär für Kultur a.D., bei der Eröffnung des Viersener Salons am 13. Juni 2014 betont: "Glücklich die Stadt, die solche Bürger hat."

Die nächste Ausstellung, die am 6. September zur Irmgardis-Oktiav eröffnet wird, berichtet von "Exerzitien und Wallfahrten". www.viersener-salon.de

(flo)
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