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Viersen
Viersener Tafel deckt den Tisch in der Fußgängerzone

Viersen. Der Verein feiert am Samstag sein 20-jähriges Bestehen mit Erbsensuppe und Blechkuchen Von Bianca Treffer

Fünf bis sechs Tonnen Lebensmittel sammelt die Viersener Tafel durchschnittlich jeden Monat ein. An ihrer Ausgabestelle an der Hohlstraße 46 sowie ihren beiden Dependancen in Süchteln, Hindenburgstraße 7, und Dülken, Martin-Luther-Straße 2, werden die Nahrungsmittel dann verteilt. "Essen, das ansonsten weggeworfen werden würde, obwohl damit alles in Ordnung ist", sagt Luzia Witthake, die Vorsitzende der Viersener Tafel.

Deutschlandweit sind es rund elf Millionen Lebensmittel, die jährlich in der Mülltonne landen. Sechs Millionen stammen dabei aus Privathaushalten. Seit 20 Jahren rettet die Tafel in Viersen Lebensmittel und hilft damit Menschen mit geringen Einkommen.

Ihr 20-jähriges Bestehen möchte die Tafel mit allen Bürgern feiern, und zwar an einer langen Tafel in der Fußgängerzone. Am Sparkassenvorplatz wird ein 30 Meter langer Tisch aufgebaut und eingedeckt. "Wir werden Erbsensuppe sowie eine zweite Suppe, die eine Überraschung ist, austeilen. Dazu gibt es Brötchen. Außerdem tischen wir Blechkuchen, weitere hausgemachte Kuchen und Kleingebäck auf", erzählt Waltraud Siemons vom Vorstand des Vereins.

Die Tafel möchte damit all ihren Unterstützern Danke sagen und gleichzeitig auf ihre Arbeit aufmerksam machen. Dazu reisen auch ein historischer Drehorgelspieler und ein Clown an. "Wir haben unsere Sponsoren sowie Gründungsmitglieder und alle ehrenamtlichen Helfer eingeladen und hoffen, dass auch viele kommen", sagt Witthake.

Wenn sie auf die 20-jährige Geschichte der Tafel zurückblickt, kann sie von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Was mit einer Handvoll Helfer klein anfing, ist heute ein starker Verein geworden, zu dem 60 Ehrenamtler sowie zwei Bufdis zählen. Dem Verein gehören 120 Mitglieder an. 2024 Personen versorgt die Viersener Tafel pro Monat mit Lebensmitteln. "Als wir in Viersen starteten, gab es gerade mal 70 Tafeln bundesweit. Heute sind es über 900 Tafeln", sagt Siemons.

Viersen gehörte damals zu den Vorreitern. Im Laufe der Jahre vergrößerte sich der Verein. Es kamen neben der Ausgabestelle größere Lagermöglichkeiten dazu. Das erste Kühlfahrzeug wurde angeschafft, dann kam ein zweites hinzu. Im Jahr 2010 folgte die Suppenküche in Viersen, und seit zwölf Jahren gibt es den Weihnachtsmarkt an der Hohlstraße. Hinzugekommen ist auch der Service der Belieferung für Tafel-Kunden, die aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Ausgabestelle kommen können.

Als gut aufgestellt bezeichnet Witthake die Tafeln, wenngleich "wir immer wieder Mitstreiter suchen, denn auf vielen Schultern verteilt sich die Arbeit besser", sagt die erste Vorsitzende, die den Posten seit 14 Jahren innehat.

Quelle: RP
 
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