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Viersen
Viersens Einzelhändler in Not

Viersen. Die CDU fordert, dass die Verwaltung schnell Vorschläge für mehr Einkaufsqualität im Zentrum prüft Von Nadine Fischer

Kostenfreies Parken werktags ab 16 Uhr, für Kinder Rutschen und Schaukeltiere vor den Geschäften aufstellen, neue Cafés und Bistros eröffnen: Die Viersener haben einige Ideen, wie sich mehr Besucher in die Innenstadt und auf ihre Fußgängerzone locken lassen. Bei einem Diskussionsabend der CDU im Januar zum Thema "Nahversorgung in Alt-Viersen" hatten Einzelhändler und Bürger Vorschläge gesammelt. Die Stadtverwaltung soll jetzt prüfen, welche der Maßnahmen sich schnell entwickeln und umsetzen lassen. Damit hat sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung beauftragt.

Auf Drängen der CDU-Fraktion soll das Citymanagement der Stadt unter anderem im nächsten Ausschuss für Wirtschaftsförderung (27. Juni, 18 Uhr, Forum am Rathausmarkt 2) erste Ergebnisse vorstellen. Die Christdemokraten hatten im Hauptausschuss beantragt, die Forderungen der Bürger und Einzelhändler prüfen zu lassen. Die technische Beigeordnete Beatrice Kamper schlug zwar vor, die Maßnahmen in die Planung des Projekts "Einkaufsstadt 2020" einfließen zu lassen. Doch darauf wollte sich die CDU nicht einlassen.

Bereits 2016 hatte die Verwaltung die Einkaufsstadt 2020 planen wollen, musste das Projekt aber zurückstellen, weil Personal fehlte. In der Sitzungsvorlage des Hauptausschusses erläutert Kamper: "Beginnend im vierten Quartal 2017 soll ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept mit konkreten Zielvereinbarungen auf den Weg gebracht werden. Gemeinsam mit den Innenstadtakteuren wird in verschiedenen Foren ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, welcher für mehr Attraktivität, Lebensqualität und Einkaufskomfort in der Innenstadt sorgt." Teil des Projekts Einkaufsstadt 2020 seien auch Workshops - in diese könnten die Ergebnisse aus dem Diskussionsabend im Januar einfließen. Stephan Sillekens und Anne Kolanus (beide CDU) betonten jedoch: "Der Einzelhandel schreit jetzt S.O.S." Das Thema dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Sieben Forderungen beinhaltet der Antrag, den die CDU-Fraktion stellte. Demnach soll die Verwaltung unter anderem prüfen, ob sich kurzfristig Kinderinseln in der Fußgängerzone installieren und Parkgebühren streichen lassen, wie der Eventcharakter in der Stadt verstärkt und das Sicherheitsgefühl der Besucher erhöht werden können. "Wir müssen uns in Viersen um die Attraktivität der Fußgängerzone auch deshalb verstärkt bemühen, da der Rat der Stadt mit der Entscheidung für den Vollsortimenter Edeka in der Nähe des Bahnhofs die Möglichkeit zur Ansiedlung eines Vollsortimenters in der Innenstadt bis auf weiteres unwahrscheinlich gemacht hat", begründet Kolanus. Besonders misslich sei dies, weil ein Lebensmittelhandel ein bedeutender Frequenzbringer sei, ergänzt die Vorsitzende der CDU im Bezirk Alt-Viersen in dem Schreiben. "Und ohne große Kundenfrequenz, also ohne potenzielle Kunden, kann eine Innenstadt nicht florieren."

Quelle: RP
 
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