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Niederkrüchten
Visionen für die Gemeinde

Niederkrüchten: Visionen für die Gemeinde
Lässt sie einen Ruck durch die Partei gehen? Nicole Scholz führt jetzt die Christdemokraten in Niederkrüchten. Das übrige Vorstandsteam (v. li.): Clemens Bohnen, Wolfgang Fonger, Michael Tekolf, Winfried Wirths. FOTO: RPO
Niederkrüchten. Erstmals führt eine Frau die CDU Niederkrüchten: Nicole Scholz ist neue Vorsitzende des Gemeindeverbandes. Die 36-Jährige tritt die Nachfolge von Jürgen Lasenga an, der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte. Von Jochen Smets

Nicole Scholz geht mit einem großen Vertrauensvorschuss in ihr neues Amt: 63 von 64 Mitgliedern im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal Lücker gaben der Niederkrüchtenerin ihre Stimme. Das Vertrauen hat sie sich mit Leistung erarbeitet. Scholz hat sich in der CDU profiliert – als Vorstandsmitglied auf Kreis- und Gemeindeebene, als sachkundige Bürgerin im Sozialausschuss des Rates und als Mandatsträgerin im Kreistag. Sachlichkeit, Kompetenz, ruhige, aber klare Ansprache und beharrliches Engagement zeichnen die gebürtige Sauerländerin aus.

Wahlkampfteam für jeden offen

Scholz will Visionen für das Leben in der Gemeinde entwickeln. Darin geht es um Wirtschaft und Arbeitsplätze, um Perspektiven für Kinder und Jugendliche oder um die Einbindung Älterer. Das erfordere nicht nur das Engagement von Mandats- und Funktionsträgern, sondern "den Einsatz jedes Einzelnen an seinem Platz". Das Ziel für die Kommunalwahl umreißt sie knapp und klar: "Wir wollen die Wahl gewinnen." Dazu werde die CDU viel Arbeit investieren. Ein Wahlkampfteam, das für jeden offen ist, soll dazu die Leitlinien festlegen. Ihr Führungsstil werde "sachlich" sein, "aber trotzdem mit der nötigen Emotion", sagt Nicole Scholz. "Und ich bin offen für neue Ideen."

Der Modernisierungskurs der CDU, der sich bereits im maßvoll verjüngten Kandidatenteam für die Kommunalwahl andeutete, setzt sich mit der Personalie Scholz fort. Mit Nicole Scholz und der Rats-Spitzenkandidatin Marion Schouren stehen wohl nicht von ungefähr zwei Frauen an sehr prominenter Position. Scholz hofft, dass "ein kleiner Ruck" durch die Partei geht. Die CDU brauche die Mitarbeit aller Mitglieder, nicht nur der in den Parteigremien.

Der scheidende Vorsitzende Jürgen Lasenga betonte nochmals, dass er ausschließlich aus beruflichen Gründen nicht mehr für den Parteivorsitz kandidierte (die RP berichtete). Ebenfalls nicht mehr im neuen Vorstand vertreten ist die bisherige stellvertretende Vorsitzende Irmgard Spridzans, die aus familiären Gründen politisch kürzer tritt. Zu ihrem Nachfolger wählte die Versammlung Michael Tekolf. Wiedergewählt wurden Wolfgang Fonger als weiterer stellvertretender Vorsitzender, Winfried Wirths als Geschäftsführer und Clemens Bohnen als Kassierer.

Beisitzer sind Werner Bohnen, Johannes Hürckmanns, Helga Korth, Reinhard Lüger, Detlef Meyer, Matthias Polmans, Manfred Schmitz und Dr. Werner Steinforth. Als stimmberechtigtes Mitglied wurde der Chef der CDU-Ratsfraktion, Franz Jansen, satzungsgemäß in den Vorstand berufen. Beratende Mitglieder sind der stellvertretende Bürgermeister Willi Küppers, der JU-Vorsitzende Matthias Gillrath und der Vorsitzende der Senioren-Union, Dr. Helmut Gielen.

Quelle: RP
 
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