| 17.53 Uhr

Niederkrüchten
Vom Hoppeditz ins Prinzengewand: René I.

Niederkrüchten. Gewöhnlich hüpft er als Hoppeditz mit blau-weißer Bemalung im Gesicht beim KV Maak Möt Brempt stets voran. Jetzt rückte er in der Niederkrüchtener Begegnungsstätte ganz anders ins Rampenlicht – und eins rauf auf der kanevalistischen Karriereleiter: Er trug das Ornat eines Prinzen. Als solcher wurde der Brüggener in Amt und Würde gebracht: René I. (Classen). Der 34-jährige Dipl.-Verwaltungswirt beim Kreis-Sozialamt Viersen geht als Jubiläumsprinz in die Geschichte ein. Maak Möt wird 40 Jahre und die Prinzengarde, die der Prinz mit ins Leben rief 2 x 11 Jahre. Sein Prinzenorden, der die Gemeinde Niederkrüchten im Grundriss darstellt, hat den Spruch: „Maak Möt im Jubeljahr - Da sind wir alle da!“

Prinz René machte unter mächtigem Getöse zweier Musikkapellen einen Bogen durch den großen Saal, aalte sich im Bad des närrischen Volkes. Seine Mitbringsel waren Plüschtierchen, Süßes und bunte Girlanden, wie sie sonst auf Hawaii und nun an diesem Abend bei der Prinzenproklamation vielfach gleich getragen wurden.

Erstmals Soloprinz

Es fließt närrisches Blut in seinen Adern. Vor 23 Jahren war sein Vater Heinz Classen und heutiger Sit-zungspräsident mit seiner Ehefrau Doris das Prinzenpaar der Brempter. Vor elf Jahren gehörte sein Bruder Frank als Prinz zum ersten Dreigestirn des KV Maak Möt. Elf Jahre später regiert er nun als Soloprinz. Seine Ehefrau Tina steht ihm als Prinzessin nicht zur Seite, sondern als Adjutantin. Sie musste aus beruflichen Gründen zurückstecken. Zu seinem größten Auftritt war sie auch noch krank. Auf einen Hoppeditz brauchten die Brempter nicht zu verzichten. Hartmut Eichler, der ebenfalls schon Prinz und Hoppeditz bei Maak Möt in Erkelenz verkörperte, sprang für René I. als Hoppeditz bei den Bremptern in die Bresche. Niederkrüchtens Bürgermeister Herbert Winzen übergab René I. den überdimensionalen Schlüssel für das Rathaus. Winzen stellte bei ihm und dem Prinzen eine Gemeinsamkeit fest: „Wir beide sind Beamte.“ Herbert Winzen grinste dabei: „Du, lieber René, hast nun die Chance, die Bürger von den Qualitäten eines Beamten zu überzeugen. Zeig’ ihnen, welches Temperament in einem Beamten steckt, dass wir ganze Säle mitreißen können und die eigentliche Wunderwaffe bei der Lösung von Problemen sind.“ Das Ganze war umrahmt von einem tollen Programm, wobei die eigenen Tanzgarden unter den Profis des Abends eine tolle Figur abgaben.

Quelle: RP
 
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