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Viersen
Von Bach zu Bartók und Bossa Nova

Viersen. Viersen Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Chick Corea und Heitor Villa-Lobos in einem Konzert — das klingt bunt-beliebig. Das war es aber nicht. Immer wieder fühlten sich Komponisten durch Bach herausgefordert. Und auch wenn sie ihren eigenen Stil fanden: Die Beschäftigung mit Bach macht sich bemerkbar, ob in der E-Musik, im Jazz oder in der brasilianischen Kunst- und Tanzmusik. Davon vermittelten in der Kreuzkirche Michael Decker (Klavier, Truhenorgel) und Clemens Fieguth (Vibraphon, Marimba) einen Eindruck. Zu hören war verschiedenartige Musik, die doch auf gemeinsame Wurzeln zurückzuführen war.

Bachs erstes d-moll-Präludium aus dem "Wohltemperierten Klavier" klang in der Bearbeitung für Klavier und Vibraphon (im Wechsel mit Marimba) gut. Ein unbearbeiteter Bach auf dem Klavier war ebenso eindrucksvoll wie Fieguths Jazzbearbeitung für Vibraphon Solo. Es mag überraschen, dass Antonio Carlos Jobim, der Komponist von "Desafinado", ein großer Bach-Kenner war. Diese Liebe teilte er mit seinem brasilianischen Landsmann Villa-Lobos. Eine Sarabande machte deutlich, dass schon Bach Tänze als Ausgangspunkt für seine Musik wählte. gho

Quelle: RP
 
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