| 00.00 Uhr

Viersen
Von Kindermangel keine Spur

Viersen. Die Kleinen eroberten sich Dülkens Innenstadt mit Lebendigkeit und Spaß.

Es soll zu wenig Kinder in Deutschland geben? Das traf am Sonntag beim Kindertag wahrlich nicht zu. Einige hundert zumeist kleinere Kinder bevölkerten Karussells, Basteltische, die Hüpfburg und die Riesenrollenrutsche. Ingeborg Gartz kam am Stand der Dreistadtmöhnen gar nicht nach mit dem Verkauf von Kindertags-Talern. Auch Cony Ringendahl vom Dülken-Büro hatte damit alle Hände voll zu tun.

Der Marktbrunnen hatte eine besondere Funktion: Im Wasser schwammen kleine Kunststoff-Enten, und rundherum versuchten die Kinder, sie mit Hakenstöcken zu angeln. Die Fotografen der Rheinischen Post, Charline Trost und Rudolf Hamm, hatten schon am Mittag viele Kleine mit lustigen Motiven fotografiert - für Eltern oder Großeltern eine schöne Erinnerung an diesen sonnigen Tag.

Ganz still hielten Kinder, die von Berufskolleg-Mitarbeitern schminken ließen. Dafür ging es nebenan im "Käfig" mit dem Klettergerüst umso lebhafter zu. Die Großen kamen gar nicht mehr mit: Hier zog ein kleines Mädchen ihrem Papa die Kindertags-Talerkarte aus der Hemdtasche, dort zogen zwei ihre Eltern zum Papa Clown, der lockte: "Alle Kinder dürfen mitmachen."

Die Spiele und Aktionen, bei denen Geschicklichkeit gefragt waren, kamen besonders gut an. Die Kleinsten im Sandkasten wollten nur spielen, andere sich ihren Schutzengel malen, mit Lego-Steinen bauen oder ihr sportliches Können beweisen - beim Tischtennis, beim Kampfsport, beim Boule mitten auf dem Alten Markt. Auch der Stand des Betreibers des künftigen Edeka-Marktes war umlagert. Hier durften die Kinder sich aus dem frischen Obst Smoothies herstellen und erfrischen.

Ein besonderes Highlight verzeichneten die Schmiede der Eligius-Bruderschaft von 1433. Der scheidende Pastor Rainer Thoma durfte sich ein Hufeisen selbst schmieden: "Viel Glück für die Zukunft" wünschten ihm die Mitglieder der ältesten existierenden Handwerker-Vereinigung Dülkens. Dann waren wieder die Kinder dran: Jungs griffen voll Eifer zum schweren Hammer, um sich kleine Andenken zu schmieden.

Als um 13 Uhr die Geschäfte öffneten, äußerten sich Günter Kamp als Vertreter des veranstaltenden Werberings Viersen aktiv und sein Sohn Steffen als Organisator zufrieden mit dem Andrang. Sie monierten nur, dass einige Teilnehmer einfach nicht gekommen waren.

(flo)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Viersen: Von Kindermangel keine Spur


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.