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Sascha Bähr
"Von Kindern umgeben zu sein - das ist meine Welt"

Viersen. Der Vater von drei Kindern übernimmt ab 1. August die Leitung der Kindertagesstätte Bongartzstift in Lobberich

Ist es nicht ungewöhnlich für einen Mann, die Leitung einer Kindertagesstätte zu übernehmen?

Sascha Bähr Schon, aber in Nettetal nicht, da wir Männer mit Bastian Füsers in Schaag und Andreas Zorn in Lobberich dann zu dritt sein werden. Ich bin von Hause aus staatlich anerkannter Erzieher und habe meine erste Berufserfahrung mit Menschen schon in meiner Zivildienstzeit gemacht. In den ersten Jahren als Erzieher in Mönchengladbach konnte ich Erfahrungen mit Kindern von drei bis 14 Jahren sammeln. Im Anschluss an diese Tätigkeit übernahm ich 2008 die Leitung einer Kindertagesstätte, die dann im Rahmen eines Qualitätsprozesses zum Familienzentrum ernannt wurde. In den vergangenen Jahren war ich bei der Stadt Nettetal im Familienbüro tätig und dort für den Fachbereich Kindergarten zuständig. Für die Kindertagesstätte Bongartzstift habe ich auch den Erweiterungsbau mit konzipiert. Allein die Verwaltungsaufgaben bei der Stadt machten mich nicht glücklich. Und auch meine drei Kinder drängten darauf, mich wieder als Leiter einer Kindertagesstätte zu sehen. Jetzt bin ich wieder zusätzlich von Kindern umgeben - und das ist meine Welt.

Wie sprechen die Kinder Sie an: Onkel Sascha? Oder nur der Vorname?

Bähr Zurzeit sagen sie noch Herr Bähr zu mir. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern. (Er lächelt)

Wie haben Eltern und Kolleginnen Sie als männlichen Leiter und Vorgesetzten der Kita aufgenommen?

Bähr Bisher durchweg positiv. Männer haben vielleicht eine andere Sichtweise auf bestimmte Dinge. Einiges an Erfahrung habe ich ja schon zu diesem Thema machen können, erlebe das täglich zu Hause.

Stellen Sie jetzt etwas in der Konzeption der Kindertagesstätte um oder wird alles so bleiben, wie es war?

Bähr Zurzeit entsteht der Erweiterungsbau. Das Kindercafé wird dann zu klein, so dass die einzelnen Gruppen mit eigenen Kindercafés ausgestattet werden. Das Frühstück und Mittagessen findet in den jeweiligen Gruppen statt. Die Bedürfnisse und die Lebenswelt der Kinder stehen an erster Stelle, sie sollen mit in die Konzeption aufgenommen werden. Wir haben die Idee, dass auf die unterschiedlichen Altersstufen individueller eingegangen werden sollte. Aus diesem Grund wird es neben einer Nestgruppe für die ganz Kleinen auch eine sogenannte "Vorschulkindgruppe" für die Kinder im letzten Kindergartenjahr geben.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE INGE VON DEN BRUCK.

Quelle: RP
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