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Viersen
VSF Amern hoffen auf 50.000 Euro

Viersen: VSF Amern hoffen auf 50.000 Euro
Kauft die Gemeinde ein Stück vom Amerner Rösler-Stadion, soll der Naturrasen schon bald einem Kunstrasen weichen. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Viersen. Im Sportausschuss wird morgen besprochen, ob die Gemeinde ein Stück Rösler-Stadion kauft. So würde sie beim Stadion-Umbau helfen Von David Beineke

Die VSF Amern blicken gespannt auf den morgigen Dienstag. Denn dann tagt der Sportausschuss der Gemeinde Schwalmtal. Im Waldnieler Rathaus soll über etwas befunden werden, das vor einigen Wochen noch undenkbar schien. Die Gemeindeverwaltung schlägt der Politik vor, sich an den Kosten des Umbaus des Rösler-Stadions inklusive eines Kunstrasenplatzes zu beteiligen. Allerdings nicht in Form eines Zuschusses, denn die Anlage an der Bahnstraße ist in Vereinsbesitz. Vielmehr soll die Gemeinde ein Stück der Stadionfläche kaufen und so die von den VSF gewünschten 50.000 Euro zum Gesamt-Bauvolumen von gut 600.000 Euro beitragen.

"Die Gewährung eines Zuschusses an die VSF Amern für das Kunstrasenprojekt ist einerseits aus haushaltsrechtlicher Sicht nicht darstellbar. Andererseits hat die Gemeinde ein großes Interesse daran, die Anlage für den Schulsport langfristig zu erhalten", heißt es in der Sitzungsvorlage für den Ausschuss am Dienstag. Bislang war es so, dass die Amerner der Stadt eine Fläche in ihrem Stadion für den Schulsport zu Verfügung gestellt haben und dafür ein vertraglich geregeltes Nutzungsentgelt von 21.348 Euro pro Jahr erhielten. Genau die Fläche, die künftig für den Schulsport genutzt wird, soll die Gemeinde nach Vorstellung der Verwaltung jetzt kaufen. Das sind 683 Quadratmeter mit vier Laufbahnen und einer Weitsprunggrube neben dem künftigen Kunstrasenspielfeld. "Diese Transaktion hätte grundsätzlich keine Auswirkung auf das Haushaltsergebnis, sondern würde in der Finanzrechnung abgebildet. Die Ergebnisrechnung würde lediglich mit jährlichen Abschreibungen analog der Nutzungsdauer anfallen", heißt es in der Ausschussvorlage, um die Vorteile für den Haushalt der Gemeinde deutlich zu machen. Verbunden mit dem Kauf wäre eine Verlängerung des Nutzungsvertrags mit den Amernern, der am 10. August 2016 ausgelaufen ist. In ihm soll dem Verein die Unterhaltung und Pflege des für den Schulsport vorgesehen Teilbereichs bis 31. Dezember 2036 weiter übertragen werden.

Sollte der Ausschuss und abschließend der Gemeinderat am 27. September diesem Prozedere zustimmen, würde sich der schon lange gehegte Traum der VSF erfüllen. Sie sehen den Kunstrasen und damit einhergehende Umgestaltung des Rösler-Stadions als unverzichtbar für den Fortbestand des Vereins, dementsprechend engagiert sind sie die Verwirklichung des Projekts angegangen.

Neben einem 300.000-Euro-Kredit von der NRW-Bank stützt sich die Finanzierung zu einem Großteil auf Spenden, unter anderem aus Patenschaften für Parzellen des künftigen Kunstrasens. Die bisherige Resonanz ist so groß, dass die Amerner auf jeden Fall bauen wollen. Fällt die Entscheidung im Sportausschuss positiv aus, soll möglichst schnell ein Termin für den Startschuss mit der Strabag Sportstättenbau GmbH festgezurrt werden.

Quelle: RP
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