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Schwalmtal
Waldhufendorf Lüttelforst jetzt mit eigener App fürs Smartphone

Schwalmtal. Einheimische und Touristen sollen das Dorf besser kennenlernen. Das geht per Internet, über die App "LüttelGo" und bei den beliebten Natur- und Kulturtagen Von Birgitta Ronge

Eine Mühle, ein Fluss und ein Baum sind auf dem Logo der App "LüttelGo" zu sehen, die für rund 50 Orte Wissenswertes und Spannendes über Lüttelforst bündelt, historische Gebäude, Bodendenkmäler und Persönlichkeiten in Texten und Bildern beschreibt. Zwei junge Lüttelforster, Tobias Berger (26) und Pia Steffen (24), haben die App entwickelt. Berger studierte Informatik und arbeitet heute als App-Entwickler, Steffen studierte Archäologie und Germanistik und sattelt jetzt den Master in Kulturmanagement drauf. Das Logo verweist auf das, was Lüttelforst ausmacht: "Der Baum und der Fluss stehen für die Natur. Und wir haben hier mehrere Mühlen, sie sind typisch für die Region", sagt Steffen.

Der kleine Schwalmtaler Ortsteil Lüttelforst hat nur 650 Einwohner - aber viel zu bieten. Das wollen Berger und Steffen mit ihrer App deutlich machen, die ab Mittwoch, 26. Juli, kostenfrei erhältlich sein wird. Die Entwickler empfehlen, dem Link auf der Internetseite www.luettel-go.de zu folgen und die App einmal im WLan zu öffnen, dann werden Texte und Bilder geladen. Unterwegs in Lüttelforst können sie abgerufen werden.

Seit Jahren sind der Förderverein Kultur und Tradition Lüttelforst und die Bürgerstiftung Lüttelforst bemüht, das adrette Waldhufendorf bei Ausflüglern bekannter zu machen. Jetzt haben kreative Dorfbewohner mehrere Ideen entwickelt, um den Ort bekannter zu machen. Neben der App wurde die Internetseite (www.luettelforst.net) überarbeitet, darum kümmerten sich ebenfalls zwei Lüttelforster, Per (25) und Alexander Koppers (23). Auf das Engagement der jungen Leute sind die älteren stolz: "Sie machen das ehrenamtlich, das ist ein unheimlich hohes soziales Engagement", betont Ria van de Flierdt-Bonsels, Vorsitzende des Fördervereins. "Ich finde es genial, dass wir so was hier haben."

Doch auch außerhalb der digitalen Welt können Ausflügler die Lüttelforster und ihr Dorf kennenlernen: Dafür organisieren Förderverein und Bürgerstiftung in diesem Jahr zum sechsten Mal die Natur- und Kulturtage. Vom 29. Juli bis zum 6. August können Interessierte radelnd die Mühlen entdecken, lernen, wie man Blumen bindet, die Ausstellung "Gebete in Farbe" mit Werken des Malers Heinrich Röhlen im Pfarrheim besichtigen oder Zen-Übungen kennenlernen. Am Samstag, 29. Juli, präsentieren sich ab 11 Uhr Lüttelfoster beim ersten Kreativmarkt auf dem Boneshof, Lüttelforst 331. Viele dekorative, leckere und nützliche Dinge sind erhältlich, für Kinder gibt es Treckerfahrten, Falkner und Märchentante sind zu Gast.

Quelle: RP
 
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