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Schwalmtal
Waldnieler "Määrtschpatzen" sorgen für Weihnachtsfreude

Schwalmtal: Waldnieler "Määrtschpatzen" sorgen für Weihnachtsfreude
Beim "Neller Advent" auf der Pfarrheim-Bühne: "Sax-Schpatz" Helga Kleef, Sanni Inderfurth, Silke Güsgen und Michael Benecke. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Schwalmtal. Beim "Neller Advent" durften die "Schpatzen" zweimal vor vollem Haus spielen. Damit sammeln sie Spenden für Menschen, denen es nicht so gut geht Von Heike Ahlen

Was haben der Brokat-Überzieher für das grüne Telefon, die argentinische Gaucho-Band, die "Stille Nacht" spielt, ein Schutzengel, der nicht in der Gewerkschaft ist, "Weihnachten, Weihnachten bin ich zu Haus" und ein zufällig weichgekochtes Ei gemeinsam? Sie alle sind Teil des "Neller Advent". Die "Määrtschpatzen" haben in diesem Jahr erstmals an zwei Abenden im voll besetzten Waldnieler Pfarrheim für Adventsstimmung zwischen heiter und besinnlich gesorgt.

Was vor einigen Jahren klein begonnen hat, ist inzwischen Kult. Im vergangenen Jahr war die Nachfrage nach den kostenlosen Platzkarten so groß, dass viele Menschen ohne Ticket nach Hause gehen mussten. Deshalb waren diesmal gleich zwei Abende anberaumt worden. Und wieder waren beide "ausverkauft", wieder konnten nicht alle Interessierten eine Karte bekommen.

Die Idee der "Määrtschpatzen" ist es, Menschen auf verschiedene Art und Weise Freude zu bringen: Da sind zum einen die, die gern einen adventlichen Abend mit guter Unterhaltung verbringen möchten. Sie kommen zum "Neller Advent" - und spenden dafür fleißig. Das gespendete Geld wiederum sorgt bei anderen für Weihnachtsfreude. Denn die "Schpatzen" bedenken damit Familien und Alleinstehende aus der Gemeinde, bei denen es finanziell nicht so rosig aussieht. Einen großen Beitrag hat in diesem Jahr auch die St. Michael-Bruderschaft Kirspel-Waldniel geleistet, die den "Schpatzen" 999 Euro überbrachte.

Es ist die Mischung, die den Charme des mehr als zweistündigen Programms ausmacht. Da sind die "Swing-Schpatzen" (Usch Freitag, Sanni Inderfurth, Udo Küppers und Michael Benecke), die in diesem Jahr erstmals von "Sax-Schpatz" Helga Kleef tatkräftig unterstützt wurden. Wenn die Musik besinnlicher wird, steht neben Sanni Inderfurth und Michael Benecke Silke Güsgen auf der Bühne.

Dazwischen werden kleine Stücke gespielt - wie das mit dem zufällig weichgekochten Ei oder das mit dem Problem, einen neuen Anrufbeantworter so zu besprechen, dass auch Schwiegermutter und Kanarienvogel einverstanden sind. Mit von der Partie sind immer auch die Mitglieder des Theaters Purpur, die einen kurzen Einblick in ihr aktuelles Stück geben und sich als Spendensammlerinnen betätigen.

Für die Texte "op Neller Plott" sind Sibilla Peschke und "Ober-Schpatz" Klaus Müller zuständig. Uta Krüger führt durch das Programm - und am Ende singen alle gemeinsam "Feliz Navidad". Wenn das zu einem spontanen Tanz des gesamten Publikums führt, dann braucht niemand mehr zu fragen: "Hat es euch gefallen?"

Quelle: RP
 
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