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Niederkrüchten
Wanderung führt heute zu Kriegsgräben an der Grenze

Niederkrüchten. Eine Wanderung heute ab 14 Uhr leiten Wilbert Dekker, Geschäftsführer der Naturhistorischen Genossenschaft Limburg, und Bernd Nienhaus, Wanderführer des Naturparks Schwalm-Nette. Sie ist Auftakt für das grenzübergreifende Projekt "Grenzgeschichte(n)". Beteiligt sind die Kommunen Niederkrüchten, Roerdalen und Roermond.

Herbst und Winter 1944/45. Als Bollwerk hat Adolf Hitler ab 1936 den Westwall errichten lassen - von Kleve am Niederrhein bis an die Schweizer Grenze im Süden. In diesem Winter kam mit der Maas-Rur-Stellung eine Verstärkung hinzu. Sie verläuft von der Maas bei Venlo bis zur Rur bei Wassenberg und besteht vor allem aus Gräben, aber auch aus kleinen Betonbunkern. Diese sind auch heute noch zu erkennen.

Die erhaltenen Gräben sind Bodendenkmäler, aber sie sind gefährdet. Denn Mountainbiker nutzen die Steigungen für sich und ihren Sport - in Unkenntnis zerstöre sie dabei wichtigen Zeugnisse der Geschichte.

Treffpunkt für die Wanderer ist an der Grenze der Wanderplatz am Hotel Fletcher (vormals Hotel Cox). Die Wanderung führt über die Autobahnbrücke zu Bunkern, Panzer- und Schützengräben. Der Rückweg erfolgt entlang der deutsch-niederländischen Grenze.

(hah)
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