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Serie Evonik Kinderuni
Warum im Dunkeln alles grau erscheint

Viersen. Mit unseren Sehzellen nehmen wir Licht und Farben wahr. Wie die Zellen arbeiten, erklärt die Evonik Kinderuni Von Verena Bretz

Max holt seinen Fußball aus dem Keller. Das Licht hat er dafür gar nicht erst angemacht. Da ruft Papa: "Max, bringst du mir bitte meine Fußballschuhe mit? Die roten, nicht die blauen." Als Max oben ankommt und seinem Papa die Schuhe geben will, ist er überrascht: "Das sind ja doch die blauen Schuhe. Im Dunkeln sahen die alle gleich aus." Genau: Bereits in der Dämmerung ist es fast unmöglich, Farben richtig zu erkennen. Alles scheint grau. Wir zeigen's euch im Experiment.

Zuerst dunkelt ihr einen Raum so weit ab, dass ihr gerade noch etwas erkennen könnt. Es sollte aber nicht stockfinster sein! Dann verteilt ihr Legosteine in verschiedenen Farben auf dem Boden. Jetzt versucht ihr, die Legosteine nach Farben zu sortieren. Wenn ihr fertig seid, macht das Licht wieder an und schaut, ob ihr richtig sortiert habt. Die Legosteine werden wohl recht bunt durcheinandergemischt sein. Denn im Dunkeln ist es fast nicht machbar, Farben richtig zu sortieren. Warum? In einem dunklen Raum erkennen wir nur Schwarz, Weiß und Grau. Wenn wir aber wieder Licht haben, sehen wir die Farben. Aber es ist nicht das Licht alleine, das für die Farbe sorgt. Sondern wir haben in unseren Augen besondere Sinneszellen, mit denen wir Farben erkennen können. Man nennt diese Sinneszellen auch Sehzellen. Von diesen Sehzellen haben wir viele hundert Millionen. Die Sehzellen reagieren auf Licht. Wenn Licht durch die Pupille ins Innere des Auges kommt, trifft es dort auf die Netzhaut. Auf der Netzhaut befinden sich dicht an dicht ganz viele Zapfen und Stäbchen. So heißen die Sehzellen. Mit den Zapfen sehen wir Farben. Es gibt Zapfen für Rot, Grün und Blau. Aber sie sind nicht sehr lichtempfindlich. Wenn es zu dunkel ist, "schalten" sie ab. Die Stäbchen sind dafür da, dass wir hell und dunkel unterscheiden können. Sie nehmen im Gegensatz zu den Zapfen sogar schwaches Licht wahr. Jedoch können wir mit den Stäbchen im Dunkeln nur Schwarz und Weiß sehen. Ist das Licht wieder hell genug, stellen die Stäbchen ihre Arbeit ein und man sieht mit den Zapfen die verschiedenen Farben.

Manche Menschen haben keine Zapfen für Rot und Grün. Diese Farben können sie schlecht voneinander unterscheiden. Diese Menschen haben eine Rot-Grün-Sehschwäche. Sie sind "farbenblind".

Quelle: RP
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