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Niederkrüchten
Was wird aus dem Jugendbus?

Niederkrüchten. In der Jugendarbeit in Niederkrüchten bahnen sich große Veränderungen an. Stationäre Jugendtreffs, Streetwork und mobile Arbeit sollen stärker vernetzt werden. Und der Neubau des Elmpter Jugendtreffs wird allmählich konkret. Von Jochen Smets

Der Jugend- und Freizeittreff Elmpt bekommt endlich den seit Jahren versprochenen Neubau. Ob und wie der rollende Jugendtreff weiterrollt, ist noch offen, klar ist aber: Die sogenannte mobile Jugendarbeit wird fortgesetzt. Das Kreisjugendamt ist derzeit dabei, ein Konzept zu entwickeln, das den Rahmen für die "Offene Kinder- und Jugendarbeit" in der Gemeinde setzt. Insgesamt leben in der Gemeinde (rund 15 700 Einwohner) rund 3500 junge Menschen. Wie Jugendpfleger Rainer Müller vom Kreisjugendamt jetzt dem Sozialausschuss erläuterte, ruht die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Niederkrüchten auf drei Säulen: den beiden stationären Einrichtungen mit den Jugendtreffs in Alt-Niederkrüchten (Doc Five, Pfarrheim) und dem Jugendtreff An der Wae in Elmpt, dem mobilen Angebot mit dem umgebauten Doppeldeckerbus als rollendem Jugendtreff und dem Bereich Streetwork. Diese Angebote sollen stärker vernetzt und noch besser auf die Zielgruppe zugeschnitten werden.

Elmpter Jugendtreff "überholt"

Dringender Handlungsbedarf besteht beim Jugend- und Freizeittreff Elmpt, der unter dramatischem Platzmangel leidet, nur einen Raum hat und über kein Außengelände verfügt. Die Einrichtung sei "überholt und fachlich nicht mehr lange zu verantworten", betonte Thomas Weber, Leiter des Kreisjugendamts. Mit etwa 70 Stammbesuchern hinkt der Elmpter Jugendtreff seinem besser ausgestatteten Niederkrüchtener Pendant (220) denn auch deutlich hinterher. Doch das könnte sich bald ändern, denn der lang ersehnte Neubau scheint in greifbare Nähe zu rücken. Wie Beigeordneter Klaus Blech mitteilte, stehen die Verhandlungen über den Kauf eines 5000 Quadratmeter großen Grundstücks direkt gegenüber dem Elmpter Hallenbad kurz vor dem Abschluss. Dort soll ein Gebäude mit rund 350 Quadratmeter Grundfläche entstehen. Die Neubaukosten werden auf etwa 663 000 Euro geschätzt. Die Hälfte davon muss die Gemeinde selbst aufbringen, die andere Hälfte kommt aus Zuschüssen. Blech hofft, dass der Bau 2011 beginnen kann. Theo Coenen (SPD) stellte schon mal, leicht scherzhaft, einen Zeitplan für den neuen Jugendtreff auf: "Richtfest im November 2011, Public Viewing bei der Fußball-EM 2012." Unklar ist hingegen noch die Zukunft des rollenden Jugendtreffs "Doppeldecker4you", der regelmäßig in Brempt, Oberkrüchten und Overhetfeld sowie in Waldniel, Dilkrath und Lüttelforst Station macht. Der Jugendtreff steht nach wie vor im Status eines Modellprojekts, obwohl er bereits über sieben Jahre unterwegs ist. Mit dem Auslaufen des aktuellen Vertrages zum 31. Dezember 2011 soll der Projektstatus beendet werden. Einig sind sich alle Beteiligten, dass es weiterhin ein mobiles Angebot geben wird. "Ob dies der rollende Jugendtreff oder etwas völlig anderes ist, das ist völlig offen", so Müller.

Quelle: RP
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