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Niederkrüchten
Weihbischof segnet Niederkrüchtener Orgel

Niederkrüchten. Ein fröhlicher Gottesdienst zur Weihe der neuen Orgel wurde in St. Bartholomäus gefeiert. Für das rund 300.000 Euro teure Instruments gab es zahlreiche Spenden. Nun war es erstmals zu hören Von Heide Oehmen

"Vollendet ist das große Werk" verkündete Pfarrer Alexander Schweikert strahlend. Viele Menschen waren gespannt in die Kirche St. Bartholomäus gekommen, um die ersten Klänge der neuen Orgel zu hören. Aus akustischen Grünen hat das Instrument mitten im Kirchenraum seinen Platz gefunden. Auf einer Empore errichtet, reicht es fast bis zum Gewölbe des Gotteshauses.

Diese Orgelweihe war ein erhebender, fröhlicher Gottesdienst, nachdrücklich geprägt von der offenen, den Menschen zugewandten Art von Karl Borsch. Der Diözesanadministrator führte in seiner knappen Ansprache aus, dass die Orgel ein pfingstliches, da der Begegnung dienendes Instrument sei und deshalb die Weihe am Pfingstmontag nicht als Zufall gesehen werden dürfe. Die Musik sei der kürzeste Weg von der Erde zum Himmel, gab der humorvolle Geistliche zu bedenken.

Schützenabordnungen und fast 50 Messdiener aus Nieder- und Oberkrüchten füllten den Altarraum. Neben dem Aachener Bischof Karl Borsch konnte Pfarrer Schweikert auch Dompropst Manfred von Holtum und Harald Ulland, den Pfarrer der evangelischen Gemeinde, begrüßen.

Nach der Bischofsweihe stellte Kirchenmusiker Volker Mertens, der sich mit vielen anderen unermüdlich für den Orgelbau eingesetzt hat, aber leider in den Dankadressen vergessen wurde, mit "Grand Choeur Dialogue" von Eugène Gigout das kostbare Instrument vor. Es zeichnet sich durch eine weiche Grundtönigkeit aus, gepaart mit ausgewählten Soloregistern. Auch als Begleitinstrument bestand es ohne Abstriche seine Feuertaufe - sowohl beim Gemeindegesang als auch als Stütze des Kirchenchores, der mit Teilen aus der D-Dur-Messe von Antonin Dvorak und mit Motetten den Gottesdienst bereicherte.

Dabei saß Kantor Bernd Cuypers an der Orgel, dessen Vater, der Niederkrüchtener Ehrenchorleiter Willi Cuypers, zu den Messbesuchern gehörte. Orgelbauer Martin Scholz sprach von dem "wundervollen, Jahrhunderte alten Handwerk", das er ausüben dürfe und vergaß nicht, seinen Mitstreiter, den Architekten Professor Heinz Döhmen, besonders hervorzuheben.

Zum Abschluss zog Volker Mertens im "Final" aus der 1. Orgelsymphonie von Alexandre Guilmant unter dem Beifall der begeisterten Zuhörer noch einmal alle Register dieser bemerkenswerten Orgel.

Quelle: RP
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